Schulranzen Kranz führt Beratungsgebühr ein – 25 Euro gegen "Beratungsklau"
Schulranzen Kranz führt Beratungsgebühr ein – 25 Euro gegen "Beratungsklau"
Schulranzen Kranz verlangt 25 Euro für Beratungsgespräche im Laden
Der Schulranzen-Händler Schulranzen Kranz in Hagen erhebt seit einiger Zeit eine Gebühr von 25 Euro für individuelle Produktberatungen im Geschäft. Mit dieser Maßnahme will Inhaberin Stefanie Kranz dem sogenannten "Beratungsklau" entgegenwirken – also dem Phänomen, dass Kunden sich ausführlich beraten lassen, um die Ware anschließend woanders günstiger zu kaufen. Die Beratungstermine dauern zwischen 45 und 60 Minuten und können im Voraus online gebucht werden.
Die Gebühr soll verhindern, dass Kunden die Dienstleistung in Anspruch nehmen, ohne im Anschluss etwas zu kaufen. Entscheiden sie sich doch für einen Kauf, werden die 25 Euro vom Endpreis abgezogen. Die Regelung besteht bereits seit 2022, doch ob sie sich auf die Umsätze oder die Kundenfrequenz in den Filialen in Hagen und Bochum auswirkt, bleibt unklar.
Barbara Wolkenhauer, Geschäftsführerin des Einzelhandelsverbands NRW Westfalen-Münsterland, stellt fest, dass die meisten Kunden die Gebühr akzeptieren und anschließend auch einkaufen. Gleichzeitig betont sie, dass nicht alle Händler es sich leisten können, solche Gebühren einzuführen, ohne Kunden zu verlieren. Ob ein solches Modell funktioniert, hänge von der individuellen Situation ab – etwa von der finanziellen Stabilität des Unternehmens und der Kundschaft.
Bei Schulranzen Kranz bleibt die Beratungsgebühr vorerst eine Testmaßnahme, deren langfristige Auswirkungen noch nicht abschließend bewertet werden können. Wer einen Termin bucht und später kauft, profitiert von der Kostenrückerstattung. Der Händler beobachtet weiterhin, wie sich die Regelung auf das Geschäft auswirkt.
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