Hunderte protestieren in Ahaus gegen geplante Atommüll-Transporte aus Berlin und Jülich

Edmund Hecker
Edmund Hecker
2 Min.
Ein Mann in einem weißen Anzug trägt einen gelben Eimer mit einem radioaktiven Symbol, umgeben von maskierten Individuen mit Taschen, mit Gebäuden, Laternenmasten und Flaggen im Hintergrund.Edmund Hecker

Neuer Protest gegen den Transport von Castor-Atommüll in Ahaus - Hunderte protestieren in Ahaus gegen geplante Atommüll-Transporte aus Berlin und Jülich

Hunderte Demonstranten versammelten sich am Wochenende in Ahaus, um gegen geplante Transporte von Atommüll zu protestieren. Die Kundgebung richtete sich gegen anstehende Lieferungen hochradioaktiven Materials aus den Forschungszentren in Jülich, Garching und Berlin. Die Organisatoren warnten, dass der erste Konvoi noch vor den Osterferien in Nordrhein-Westfalen rollen könnte.

Rund 450 Menschen beteiligten sich an der Protestaktion, die von 58 Gruppen unterstützt wurde – darunter Anti-Atom-Initiativen, Klimaschutzorganisationen, Kirchen und politische Parteien. Im Mittelpunkt stand die geplante Verbringung von 152 Castor-Behältern mit hochradioaktivem Abfall aus Jülich sowie zusätzlichem Material aus Garching und Berlin.

Der Müll soll in den kommenden Jahren per Lkw über Autobahnen zum Zwischenlager Ahaus transportiert werden. Kritiker hinterfragen seit Langem die Logik solcher riskanten Transporte zwischen provisorischen Standorten. Da es noch immer kein Endlager gibt, sehen sie in den wiederholten Verbringungen kaum einen Sinn.

Ahaus war in früheren Debatten bereits ein zentraler Standort für die Zwischenlagerung, während andere Standorte kaum thematisiert wurden. Aktivisten befürchten nun, dass der erste Transport aus Jülich früher als erwartet losrollen könnte – möglicherweise noch vor Beginn der Osterferien an den Schulen.

Die Proteste unterstreichen die anhaltenden Bedenken gegenüber der Atommüll-Logistik in Deutschland. Ohne ein Endlager wird das Material noch Jahre in Zwischenlagern verbleiben. Weitere Transporte sind geplant, wobei jeder Konvoi Polizeibegleitung und umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen erfordert.

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