Holger Güllner verteidigt die politische Meinungsforschung im Big-Data-Zeitalter

Aldo Römer
Aldo Römer
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Ein Diagramm auf einem weißen Hintergrund mit der Überschrift "Die Vorteile der gestiegenen Produktivität der letzten 35 Jahre sind nicht der Mittelschicht zugute gekommen", das die Produktivitätssteigerung über 35 Jahre zeigt und anzeigt, dass die Mittelschicht nicht davon profitiert hat.Aldo Römer

Holger Güllner verteidigt die politische Meinungsforschung im Big-Data-Zeitalter

Holger Güllner, eine langjährige Größe in der Meinungsforschung, hat trotz wachsender Bedenken hinsichtlich des Missbrauchs von Daten seine Verbundenheit mit dem Fachbereich bekräftigt. Was als Hobby begann, entwickelte sich für ihn zur Berufung – heute prägt er weiterhin die politische Umfrageforschung bei der Forsa GmbH.

Seine jüngsten Äußerungen unterstreichen sowohl die Herausforderungen als auch den unverminderten Wert direkter Bevölkerungsbefragungen in einer von Big Data dominierten Ära.

Erst 2015 erlangte Güllner größere Bekanntheit – eine Zeit, die für Forsa einen Wandel einläutete. Seither hat das Unternehmen seine Transparenz erhöht, indem es detaillierte Methodikberichte veröffentlicht. Es hält sich an strengere Richtlinien des ADM (Arbeitskreis Deutscher Markt- und Sozialforschungsinstitute) und verfügt über ESMO-Zertifizierungen.

Auch methodisch hat sich das Institut modernisiert. Traditionelle Telefon- und Panelbefragungen werden nun durch Daten aus Social-Media-APIs sowie Online-Panels von Meta und Google ergänzt. Dieser hybride Ansatz, der in den Berichten für 2020 bis 2025 dargelegt wird, soll Schnelligkeit und Zuverlässigkeit in Einklang bringen.

Doch Güllner bleibt vorsichtig. Selbst mit fortschrittlichen Werkzeugen, so warnt er, müsse Primärforschung kritisch mit anderen Datenquellen abgewogen werden, um verzerrte Schlussfolgerungen zu vermeiden. Die direkte Befragung von Menschen bleibe unverzichtbar – besonders angesichts der immensen, aber oft intransparenten Datensammlungen der Tech-Konzerne.

Seine Bedenken gehen über methodische Fragen hinaus. Schwarze Schafe der Branche, so Güllner, könnten manipulierte Zahlen produzieren, während Medien und Politiker Umfrageergebnisse mitunter falsch interpretierten oder instrumentalisierten. Trotz dieser Risiken betont er: Auf Marktforschung könne man nicht verzichten.

Künftig wird Güllner seine Tätigkeiten bei Forsa fortsetzen. Er berät weiterhin in den Bereichen politische und Wahlforschung, gibt seinen analytischen Newsletter heraus und erhält tägliche Umfrageupdates, um Trends in der öffentlichen Meinung zu verfolgen.

Die Entwicklung von Forsa spiegelt den Wandel in der Meinungsforschung wider, wo sich alte und neue Methoden zunehmend vermischen. Güllners Arbeit sichert, dass die direkte Bürgerbeteiligung auch im Zeitalter der digitalen Datenflut eine centrale Säule bleibt.

Seine Mahnungen zu Transparenz und Verantwortung erinnern daran, was auf dem Spiel steht – für Forscher wie für alle, die auf ihre Erkenntnisse angewiesen sind.

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