Preiskampf im Supermarkt zerstört Existenzen in der deutschen Fleischbranche
Preiskampf im Supermarkt zerstört Existenzen in der deutschen Fleischbranche
Deutsche Landwirte und Fleischproduzenten kämpfen mit wachsender finanzieller Belastung
Die Preise für Milchprodukte und Schweinefleisch sinken weiter – und setzen Landwirte und Fleischverarbeiter in Deutschland zunehmend unter Druck. Seit dem Herbst sind die Schweinefleischpreise stark gefallen: Bauern erhalten derzeit nur noch 1,45 Euro pro Kilogramm, ein Rückgang um 15 Cent seit Anfang Januar. Supermärkte und Discounter haben daraufhin die Preise für Fleischprodukte drastisch gesenkt, was Sorgen um die Zukunft der Branche schürt.
Den Anfang machten die Preissenkungen bei Butter, wo eine 250-Gramm-Packung mittlerweile unter einem Euro kostet. Kurz darauf weiteten die Händler die Rabatte auf Fleisch aus. Aldi Süd reduzierte die Preise für Hackfleisch vom Schwein um fünf Prozent – eine 800-Gramm-Packung ist nun für 3,79 Euro erhältlich. Auch andere Schweinefleischprodukte wie Schnitzel, Koteletts, Gulasch und vorgepacktes Gyros wurden um bis zu sieben Prozent verbilligt. Konkurrenz-Discounter wie Norma zogen nach und senkten die Preise für Schweinekoteletts, Minute-Steaks und Rinderhack.
Die fallenden Preise setzen Verarbeiter und Landwirte massiv unter Druck. In den vergangenen Wochen haben mehrere große Rindfleischverarbeiter ihre Produktion gedrosselt oder Werke komplett geschlossen. Tönnies stellte seinen Rinderschlachtbetrieb in Badbergen ein, während Westfleisch Kapazitäten abbaute und Standorte teilweise schloss. Auch kleinere regionale Schlachthöfe und Metzgereibetriebe melden Insolvenzen. Die Gründe sind vielfältig: anhaltend niedrige Margen bei Rindfleisch, explodierende Energie- und Lohnkosten sowie ein langfristiger Rückgang der Tierbestände in Deutschland. Zudem verschärfen Konkurrenz aus dem Ausland und der unnachgiebige Preisdruck des Handels die Lage.
Die Krise hat bereits zu Entlassungen geführt. Der Fleischkonzern Vion wird sein Rindfleisch-Zerlegewerk in Hilden am 28. Januar schließen – rund 160 Arbeitsplätze sind betroffen. Gleichzeitig stellt EWN Wurstspezialitäten GmbH & Co. KG die Produktion in seinem Werk in Britz (Brandenburg) ein, was 500 Mitarbeiter ihren Job kostet. Der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV) warnt, dass der anhaltende Preisdruck den Strukturwandel in der Schweinehaltung beschleunigen werde – viele kleine Betriebe könnten aufgeben müssen.
Die Kombination aus sinkenden Erzeugerpreisen, Supermarkt-Rabatten und steigenden Betriebskosten hat die deutsche Fleischbranche in eine schwierige Lage gebracht. Mit weiteren Werksschließungen und Stellenstreichungen ist zu rechnen, was die Branche in den kommenden Monaten weiter konsolidieren wird. Landwirte und Verarbeiter fordern nun Maßnahmen, um den Markt zu stabilisieren und die finanzielle Belastung zu verringern.
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