Massenrazzia gegen Schwarzarbeit im Sicherheitsgewerbe gestartet
Großrazzia gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung in Deutschland
In Deutschland hat eine groß angelegte Kontrollwelle gegen nicht angemeldete Arbeit und illegale Beschäftigung begonnen. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Zolls richtet sich diesmal gezielt gegen den Sicherheits- und privaten Objektschutzsektor. Über 2.100 Beamte sind an der Aktion beteiligt. Ziel ist es, faire Arbeitsbedingungen durchzusetzen und öffentliche Einnahmen zu schützen, indem die Einhaltung von Sozialversicherungsvorschriften und Mindestlohngesetzen überprüft wird.
Die bundesweite Kampagne startete am 10. März 2026 und konzentriert sich auf Dienstleister für Veranstaltungssicherheit und Gebäudeschutz. Die Behörden prüfen vor Ort, ob Schwarzarbeit betrieben wird, ob ausländische Arbeitnehmer illegal beschäftigt sind oder Sozialleistungen zu Unrecht bezogen werden. Zudem wird kontrolliert, ob Arbeitgeber den gesetzlichen Mindestlohn von 13,90 Euro pro Stunde zahlen und die Regeln für Leiharbeit einhalten.
Die Kontrollen basieren auf Risikoanalysen: Neben Stichproben werden an ausgewählten Standorten alle Beschäftigten umfassend überprüft. Die FKS führt zwar regelmäßig ähnliche Operationen in branchenweiten Brennpunkten durch, doch diese Razzia zählt zu den größten der letzten Monate. Erste vorläufige Ergebnisse sollen noch in dieser Woche veröffentlicht werden.
Bisher wurden im Rahmen der Aktion bei über 670 Arbeitgebern Verdachtsfälle auf Lohnunterschreitung festgestellt, was zu rund 340 Strafverfahren und 500 Bußgeldverfahren führte. Wie viele Betriebe insgesamt kontrolliert wurden, ist noch unklar – doch Hunderten von Baustellen und Sicherheitsfirmen wurden unter die Lupe genommen.
Die Operation unterstreicht die anhaltenden Bemühungen Deutschlands, Schwarzarbeit zu bekämpfen und die Sozialversicherungssysteme zu schützen. Durch die Durchsetzung von Arbeitsgesetzen und Mindestlohnregelungen wollen die Behörden faire Wettbewerbsbedingungen sichern und öffentliche Gelder bewahren. Die Auswertung der Kontrollen wird weitere Aufschlüsse über die Compliance in der Branche liefern.






