Grüne fordern radikale Reform: Pflegeheimkosten auf 1.000 Euro gedeckelt

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Ein Raum mit Stühlen, Büchern, einer Glasflasche und verschiedenen Gegenständen auf den Tischen, einem Bett mit Decken und Kissen, einem Rahmen an der Wand, Fenstern mit Vorhängen, einer Lampe, einem Teppich, Pflanzen und einer Aussicht auf Gras, Bäume und den Himmel draußen.Admin User

Explosion der Kosten im Pflegeheim: Grüne fordern Pflegeobergrenze von 1.000 Euro - Grüne fordern radikale Reform: Pflegeheimkosten auf 1.000 Euro gedeckelt

Pflegeheimkosten bleiben für viele Familien in Deutschland eine schwere Belastung

Aktuelle Zahlen zeigen, dass Heimbewohner im Schnitt über 3.000 Euro im Monat zahlen – in einigen Regionen steigen die Kosten sogar auf mehr als 3.400 Euro. Nun hat die Partei Bündnis 90/Die Grünen eine Reihe von Reformen vorgeschlagen, um die finanzielle Last für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen zu verringern.

Die gesetzliche Pflegeversicherung übernimmt bisher nur einen Teil der Pflegeheimkosten, sodass Familien den Rest selbst tragen müssen. Im Juli 2023 lagen die durchschnittlichen Eigenanteile der Bewohner bei über 3.000 Euro monatlich. In manchen Gebieten fielen die Zahlungen mit bis zu 3.400 Euro noch höher aus.

Die Grünen schlagen vor, die Eigenbeteiligung für stationäre Pflege auf maximal 1.000 Euro pro Monat zu begrenzen. Zudem soll das bestehende Pflegezeit- und Familienpflegezeitgesetz zu einem einheitlichen System zusammengeführt werden. Ein verlässliches Lohnersatzleistungsmodell für pflegende Angehörige ist ein weiterer zentraler Bestandteil des Reformpakets.

Um die Änderungen zu finanzieren, will die Partei die Einkommensgrenze für Pflegeversicherungsbeiträge anheben. Zudem sollen weitere Einkommensarten in die Beitragspflicht einbezogen werden, um das System gerechter zu gestalten. Zusätzliche Mittel würden aus Steuereinnahmen stammen, etwa für die Finanzierung von Ausbildungskosten in Pflegeheimen, statt diese aus den Versicherungsgeldern zu bestreiten. Auch die Rentenbeiträge für pflegende Angehörige sollen künftig aus öffentlichen Mitteln erstattet werden.

Unterdessen hat Bundesgesundheitsminister Warken eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe eingesetzt, die das Pflegeversicherungssystem überprüfen soll. Die Gruppe wird Reformvorschläge erarbeiten, doch bisher hat sich im Wahlkampf keine andere Partei für die Deckelung der Eigenbeteiligung auf 1.000 Euro ausgesprochen.

Ziel der Grünen-Vorschläge ist es, die finanzielle Belastung der Familien zu senken und die Unterstützung für Pflegekräfte zu verbessern. Sollten die Reformen umgesetzt werden, würden strengere Obergrenzen für Eigenanteile eingeführt und ein Teil der Kosten auf die öffentliche Hand verlagert. Ob die Pläne vorankommen, hängt von den Empfehlungen der Arbeitsgruppe ab.

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