16 March 2026, 00:42

Willowprint kämpft nach verheerendem Brand im Aachener Pop-up-Store um Neuanfang

Eine Zeichnung eines zerstörten Gebäudes mit bröckelnden Wänden und zerbrochenen Fenstern, mit einem hellen orangefarbenen und gelben Feuer im Hintergrund, auf einem Papier mit etwas Text.

Willowprint kämpft nach verheerendem Brand im Aachener Pop-up-Store um Neuanfang

Verheerender Brand im Pop-up-Store von Willowprint im Aachener Unternehmensregister

Am 14. November brach in einem Pop-up-Store des Startups Willowprint im Aachener Unternehmensregister ein verheerendes Feuer aus. Die Flammen zerstörten einen speziell angefertigten Roboterarm des Unternehmens sowie essenzielles Material, Verletzte gab es jedoch nicht. Das von Joost Meyer und Federico Garrido gegründete Unternehmen hatte den Raum genutzt, um seine umweltfreundliche 3D-Drucktechnologie zu präsentieren.

Ursache des Brandes war ein Defekt im elektrischen System des Gebäudes, wie Ermittler bestätigten. Willowprint trug keine Schuld an dem Vorfall. Dennoch verweigerte die Versicherung dem Startup eine Entschädigung für die Verluste und übernahm lediglich die Kosten für die Gebäudeschäden.

Willowprint spezialisiert sich auf eine recycelbare Paste aus Holzfasern, die Plastik im 3D-Druck ersetzen soll. Die gedruckten Bauteile lassen sich schneiden, schleifen oder verschrauben, und das Material kann zermahlen und wiederverwendet werden. Damit will das Unternehmen eines der größten Probleme des 3D-Drucks angehen: die starke Abhängigkeit von nicht biologisch abbaubaren Kunststoffen.

Eine positive Wende brachte die Zusage von Oliver Krischer, Umweltminister von Nordrhein-Westfalen. Über das Landesprogramm Gründungsförderung Green Startup erhielt Willowprint 600.000 Euro. Das Unternehmen konnte daraufhin eine neue Industriehalle anmieten und die Arbeit wiederaufnehmen.

Der Brand hatte Willowprints Pläne durchkreuzt, die Technologie der Öffentlichkeit vorzustellen. Mit den neuen Fördergeldern und einem gesicherten Arbeitsraum kann sich das Team nun auf den Wiederaufbau konzentrieren. Die nächsten Schritte werden zeigen, ob das Startup den Verlust seiner Spezialausrüstung überwinden kann.

AKTUALISIERUNG

Willowprints akademische Wurzeln: Ein Spin-off der RWTH Aachen

Willowprints innovative 3D-Druck-Technologie hat ihre Wurzeln an der RWTH Aachen. Das von Joost Meyer und Federico Garrido gegründete Start-up entstand als Universitäts-Spin-off und nutzte akademische Forschung, um seine biologisch abbaubare Holzfaser-Paste zu entwickeln. Diese akademische Grundlage erklärt das Unternehmen's Fokus auf nachhaltige Materialien und seine Resilienz nach dem Feuer im Jahr 2022.