19 March 2026, 14:33

Vonovia verzeichnet Rekordgewinne – doch Mieter zahlen die Zeche

Schwarzes und weißes Architekturzeichnung eines Hauses mit zahlreichen Fenstern und einem Dach, beschriftet als das erste Haus in Deutschland, begleitet von detaillierten Plänen und Text.

Vonovia auf Wachstumskurs - Schulden schneller reduzieren - Vonovia verzeichnet Rekordgewinne – doch Mieter zahlen die Zeche

Vonovia, Deutschlands größter Wohnungsvermieter, meldet deutlichen Gewinnanstieg für 2025

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Das Unternehmen verzeichnete höhere Erträge aus Mieteinnahmen, Immobilienverkäufen und Zusatzdienstleistungen. Gleichzeitig trieb es die Pläne zur Schuldenreduzierung voran, indem es Tausende Wohnungen veräußerte.

Die Ergebnisse fallen in eine Zeit, in der Mieterverbände die steigenden Mieten in den 531.000 Wohnungen des Konzerns in Deutschland, Schweden und Österreich kritisieren.

Der operative Gewinn von Vonovia stieg im vergangenen Jahr um 6,0 % auf 2,8 Milliarden Euro. Der bereinigte Nettogewinn wuchs um 5,3 % auf 1,54 Milliarden Euro. Das Unternehmen führte den Anstieg auf höhere Mieteinnahmen, wertschöpfende Dienstleistungen und eine Steigerung des Marktwerts seines Immobilienportfolios um 3 % zurück – dieses ist nun 84,4 Milliarden Euro wert.

Die durchschnittlichen Monatsmieten im gesamten Portfolio stiegen 2025 auf 8,38 Euro pro Quadratmeter. Das entspricht einem Anstieg von 4,6 % gegenüber dem Vorjahr. Der Deutsche Mieterbund warf Vonovia daraufhin "drastische Mietpreiserhöhungen" vor und forderte strengere Mieterschutzregelungen.

Um die Schuldenlast zu verringern, verkaufte das Unternehmen 2025 insgesamt 2.333 Wohnungen. Künftig sollen jährlich zwischen 3.000 und 3.500 Einheiten veräußert werden. Zudem werden nicht zum Kerngeschäft gehörende Vermögenswerte wie Seniorenimmobilien und Minderheitsbeteiligungen abgestoßen.

Trotz der Verkäufe erweiterte Vonovia seinen Wohnungsbestand durch den Bau von 2.090 neuen Wohnungen im vergangenen Jahr. Weitere 4.200 Einheiten befinden sich derzeit in Deutschland, Schweden und Österreich in der Errichtung. Langfristig plant das Unternehmen, auf eigenem Grund mehr als 65.000 zusätzliche Wohnungen zu bauen.

Die Aktionäre profitieren von einer um drei Cent erhöhten Dividende, die nun bei 1,25 Euro pro Aktie liegt. Zudem bestätigte das Unternehmen seine Finanzziele für 2026 und 2028 und kündigte eine beschleunigte Schuldenreduzierung an.

Die Bilanz 2025 zeigt: Vonovia steigerte seine Gewinne und baute sein Immobilienportfolio weiter aus, während es durch Verkäufe die Schulden senkt. Trotz Kritik an den steigenden Mieten bleibt das Unternehmen auf Expansionskurs. Die Aktionäre erhalten eine höhere Dividende, und die finanziellen Ziele für die kommenden Jahre bleiben unverändert.

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