Vom Digital-Highway zum Analog-Chaos: Wie die Bahn an der Grenze scheitert
Vom Digital-Highway zum Analog-Chaos: Wie die Bahn an der Grenze scheitert
Eine Güterzugfahrt von den Niederlanden nach Deutschland zeigt die krassen Unterschiede bei der Digitalisierung des Schienenverkehrs in Europa. Hans Blom, ein erfahrener Lokomotivführer, erlebt beim Grenzübertritt einen abrupten Wechsel von hochmoderner Technik zu veralteter Infrastruktur. Die Reise offenbart zugleich die Herausforderungen, mit denen das Deutsche Bahn Schienennetz im Kampf um die Modernisierung ringt.
Hans Blom, 59 Jahre alt und mit fast vier Jahrzehnten Erfahrung, steuert einen 700 Meter langen Güterzug. Dieser transportiert 50 Container vom Rangierbahnhof Kijfhoek in den Niederlanden ins deutsche Duisburg. Auf niederländischem Gebiet führt die Strecke durch die Betuwe-Region, einen reinen Güterkorridor ohne Bahnhöfe oder Bahnübergänge. Hier verlässt sich Blom auf das Europäische Zugsicherungssystem (ETCS), eine digitale Signaltechnik, die den Bahnverkehr in Europa standardisieren und automatisieren soll.
Doch sobald der Zug die deutsche Grenze überquert, ändert sich das System. Blom muss von digitalen Signalen auf herkömmliche Lichtsignale am Gleis umstellen – ein manueller Prozess, der die Fahrt verlangsamt. Hinzu kommen häufige Umleitungen und kurzfristige Streckenänderungen wegen plötzlicher Gleisschäden. Diese Verzögerungen spiegeln die größeren Probleme des deutschen Bahn Schienennetzes wider: Nur 500 Kilometer – etwa 1,5 Prozent des gesamten Netzes – sind derzeit mit ETCS ausgestattet. Die Deutsche Bahn hatte ursprünglich geplant, die meisten Strecken während ohnehin anstehender Sanierungen zu digitalisieren. Doch der marode Zustand der Infrastruktur zwang das Unternehmen, diese Pläne zurückzufahren. Sowohl die Bahn als auch das Bundesverkehrsministerium geben zu, dass die Mittel für die Digitalisierung in den vergangenen Jahren nicht ausgereicht haben. Selbst bewilligte Budgets wurden oft nicht vollständig abgerufen.
Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO AG, leitet die Digitalisierungsbemühungen – doch der Weg zu einem modernen Schienennetz ist steinig. ETCS könnte den Bahnverkehr durch mehr Effizienz und Sicherheit revolutionieren. Doch die zögerliche Einführung in Deutschland zwingt Fahrer wie Blom, sich durch ein Flickwerk aus alter und neuer Technik zu kämpfen. Das Ergebnis: Eine Fahrt, die in einem hochtechnisierten Korridor beginnt, aber schnell in die Tücken eines überalterten Systems zurückfällt.
Die grenzüberschreitende Reise des Güterzugs unterstreicht die ungleichen Fortschritte bei der Digitalisierung des europäischen Schienenverkehrs. Während die Niederlande eine nahtlos modernisierte Strecke betreiben, hängt Deutschlands Netz weitgehend an veralteten Methoden. Ohne höhere Investitionen und eine schnellere Umsetzung wird die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit noch Jahre bestehen bleiben.
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