29 March 2026, 10:21

Verena Kerth gewinnt Prozess gegen heimliche Videoaufnahmen vor Kölner Gericht

Ein Mann im Anzug und Krawatte spricht in ein Mikrofon, wahrscheinlich zu der Nachricht eines vom Staat genehmigten Gesetzes, das den Internetgebrauch verbietet.

Verena Kerth gewinnt Prozess gegen heimliche Videoaufnahmen vor Kölner Gericht

Ein heimlich aufgenommenes Video der TV- und Radiomoderatorin Verena Kerth hat zu einem juristischen Erfolg vor dem Landgericht Köln geführt. Der auf Medienrecht spezialisierte Anwalt Constantin Martinsdorf erwirkte eine einstweilige Verfügung, um die weitere Verbreitung der Aufnahmen zu unterbinden. Der Fall unterstreicht, wie entscheidend schnelles Handeln für den Schutz persönlicher Rechte ist.

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Die umstrittenen Aufnahmen tauchten in einer Doku mit Marc Terenzi und Oliver Pocher auf. Kerths Anwaltsteam unter der Leitung von Constantin Martinsdorf von der Kanzlei Bietmann – mit bundesweiter Präsenz und einem Standort in Bergisch Gladbach-Bensberg – reagierte umgehend und beantragte den Erlass der einstweiligen Verfügung. Die Kanzlei ist auf Arbeitsrecht, Urheberrecht, Medienrecht und Steuerrecht spezialisiert.

Bei deutschen Gerichten erfordern einstweilige Verfügungen zum Schutz des Persönlichkeitsrechts in der Regel ein zügiges Vorgehen – oft innerhalb von Tagen oder Wochen nach Veröffentlichung. Verzögerungen von einem Monat oder länger können die Erfolgsaussichten mindern, da Richter prüfen, ob die Reaktion zeitnah genug erfolgte. Martinsdorf betonte zwar die Notwendigkeit von Schnelligkeit in medienrechtlichen Notfällen, warnte jedoch vor übereilter Vorgehensweise.

Gerichte verlangen präzise Formulierungen in einstweiligen Verfügungen, um deren Durchsetzbarkeit zu gewährleisten. Zudem müssen glaubwürdige Beweise und ein Nachweis der Dringlichkeit vorgelegt werden. Martinsdorf rät Mandanten, in Fällen von Persönlichkeitsrechtsverletzungen – die Privatsphäre, Ruf und die Kontrolle über persönliche Daten umfassen – besonnen, aber gezielt zu handeln.

Die Verfügung verbietet die weitere Verbreitung des umstrittenen Materials. Kerths Fall zeigt, wie rechtzeitige juristische Schritte Einzelne vor ungewollter medialer Bloßstellung schützen können. Das Urteil bekräftigt die Bedeutung strenger Fristen und klarer Beweislage in Streitfällen rund um das Persönlichkeitsrecht.

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