Solingen streitet über Ohligs City Ring: Grüne Senioren verteidigen Kompromiss
Edmund HeckerSolingen streitet über Ohligs City Ring: Grüne Senioren verteidigen Kompromiss
Streit um Solingens geplanten Ohligs City Ring – Grüne Senioren verteidigen Kompromisslösung
Die Pläne für den Ohligs City Ring in Solingen sorgen für Kritik bei lokalen Vereinen. Nun hat sich die Gruppe Grüne Senioren hinter das Verkehrsprojekt gestellt und es als fairen Kompromiss bezeichnet. Ihrer Ansicht nach müsse die Umgestaltung die Mobilitätsbedürfnisse aller Bürgerinnen und Bürger ausbalancieren – insbesondere die älterer Menschen.
In den vergangenen fünf Jahren hat Solingen den Öffentlichen Nahverkehr in Stadtteilen wie Ohligs deutlich ausgebaut. Dazu zählen neue S-Bahn-Verbindungen (S28), dichtere Bus-Takte sowie Rufbusse. Auch Projekte wie eine mögliche Straßenbahnanbindung nach Ohligs und neue Radwege – etwa der Radschnellweg RheinRuhr – wurden mit Fördergeldern des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) und städtischen Zuschüssen vorangetrieben.
Im Mittelpunkt der aktuellen Diskussion steht die Lennestraße, wo der City Ring den Busverkehr reduzieren, aber die Anbindung an das Ohligser Zentrum erhalten soll. Drei lokale Vereine fordern eine vollständige Sperrung der Straße für Busse – die Grünen Senioren lehnen dies jedoch ab. Sie warnen, dass eine Schließung der Lennestraße die Haltestelle Ohligs Markt entfallen ließe und ältere Anwohnerinnen und Anwohner zu längeren Fußwegen zwingen würde.
Die Gruppe betont, dass viele Senioren aus gesundheitlichen oder finanziellen Gründen auf Busse angewiesen seien. Weitere Wege zu Ausweichhaltestellen könnten insbesondere nach Einkäufen für Menschen mit eingeschränkter Mobilität eine Belastung darstellen. Die Grünen Senioren pochen darauf, dass Verkehrsplanung die Bedürfnisse älterer Menschen im Rahmen des allgemeinen Mobilitätswandels berücksichtigen müsse.
Sie unterstützen den aktuellen Verkehrsplan als praktikable Lösung und fordern, dass Änderungen keine Isolation derjenigen bewirken dürfen, die auf nahgelegene Bushaltestellen angewiesen sind. Die Debatte spiegelt die größeren Herausforderungen wider, vor denen Solingen bei der altersgerechten Anpassung seines Verkehrsnetzes steht.






