Solingen führt verbindliche Mietwagen-Tarife ein – Uber und Taxis im Fokus

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Mehrere Fahrzeuge sind mit einer Gruppe von Menschen in der N├Ąhe geparkt, einige tragen Taschen, und auf einem der Fahrzeuge ist ein Logo sowie St├Ąbe in der Umgebung zu sehen.Admin User

Solingen führt verbindliche Mietwagen-Tarife ein – Uber und Taxis im Fokus

Solingen hat eine neue Verordnung eingeführt, die verbindliche Beförderungsentgelte für Mietwagen vorschreibt. Die Regelung, die seit Anfang November 2025 in Kraft ist, soll den Wettbewerb zwischen Taxis und Fahrdienstvermittlern wie Uber ausgleichen. Sie folgt auf monatelange Debatten nach landesweiten Taxi-Protesten im vergangenen Sommer.

Der Schritt steht im Einklang mit dem deutschen Personbeförderungsgesetz und einem aktuellen Gerichtsurteil, doch die lokalen Behörden planen nun, die Details für die neu gewählten Stadtratsmitglieder zu präzisieren.

Die Verordnung war erstmals im Juli von Jan Welzel, dem Leiter der öffentlichen Ordnung in Solingen, und dem damaligen Oberbürgermeister Tim Kurzbach vorgeschlagen worden. Ihr Plan entstand nach Protesten von Taxifahrern in ganz Deutschland, darunter auch in Solingen. Die städtische Regelung setzt die Tarife für Mietwagen auf 91 Prozent der Taxipreise fest und sorgt so dafür, dass die Anbieter wettbewerbsfähig bleiben, ohne die traditionellen Taxis zu unterbieten.

Welzel betonte die Bedeutung des Schutzes des Taxigewerbes und bezeichnete es als "wichtigen Bestandteil des öffentlichen Verkehrs". Der Ansatz der Stadt folgt einem Urteil des Verwaltungsgerichts Leipzig von November 2024, das Tarifregelungen für Mietwagen bestätigte. Bisher haben jedoch nur wenige deutsche Kommunen ähnliche Maßnahmen ergriffen, weshalb Solingen nun auf bundesweite Lösungen drängt.

Mit 23 Mietwagenunternehmen, die insgesamt 199 Lizenzen halten – davon acht für Uber –, betreffen die neuen Regeln einen erheblichen Teil des lokalen Verkehrssektors. Nach den Kommunalwahlen im September führte der politische Wandel dazu, dass viele neue Stadträte nähere Informationen einfordern. Um dies zu klären, werden Oberbürgermeister Daniel Flemm und Welzel die Thematik in der Sitzung des Hauptausschusses am 16. Dezember erneut aufgreifen und dabei auf die Entstehung, den Inhalt und die Ziele der Verordnung eingehen.

Die Sitzung am 16. Dezember soll Transparenz über die Solinger Tarifverordnung schaffen. Die Verantwortlichen werden erläutern, wie die Regeln mit den rechtlichen Vorgaben übereinstimmen und darauf abzielen, den Verkehrsmarkt zu stabilisieren. Die Diskussion findet statt, während die Stadt weiterhin die Auswirkungen der Regelung auf Taxis und Mietwagendienste beobachtet.

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