12 March 2026, 18:23

NRW stockt Förderung für queere Projekte 2026 massiv auf

Eine große Gruppe von Menschen bei einer LGBTQ+-Rechtsdemo in Berlin, die Fahnen und Plakate schwenken, mit Gebäuden, einem Kran und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

NRW stockt Förderung für queere Projekte 2026 massiv auf

Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat die Förderung für queere Projekte im Jahr 2026 deutlich aufgestockt. Die schwarz-grüne Koalition kündigte eine verstärkte Unterstützung für Regenbogenfamilien, HIV-Prävention und Gemeinschaftsorganisationen an. Mehrere zentrale Initiativen erhalten nun wieder höhere finanzielle Mittel, nachdem vorherige Kürzungen rückgängig gemacht wurden.

Das Fachreferat für Regenbogenfamilien des Landes wird mit zusätzlichen 160.000 Euro gefördert. Dies ist Teil einer breiter angelegten Initiative, um die Unterstützung für LGBTQ+-Gruppen in der gesamten Region zu stärken.

HIV-Präventionsprogramme, die im vergangenen Jahr mit Kürzungen konfrontiert waren, erhalten nun wieder ihre ursprüngliche Förderung. Aidshilfe-Organisationen können dadurch ihre Arbeit ausbauen.

Die Zuschüsse für unabhängige queere Vereine und Gemeinschaftsstrukturen steigen um 417.000 Euro. Gleichzeitig bleibt die Jugendarbeit ein Schwerpunkt – die Finanzierung von Beratungsangeboten und sicheren Begegnungsräumen wird fortgesetzt.

Die finanzielle Unterstützung für Christopher-Street-Day-Paraden bleibt bei 3.000 Euro pro Veranstaltung. Allerdings könnten 2026 mehr Demonstrationen gefördert werden. Einrichtungen wie das Queere Netzwerk, die Beratungsstelle blick und psychosoziale Beratungsdienste behalten zudem ihre bisherigen Budgets ohne Kürzungen.

Durch die erhöhten Mittel können im kommenden Jahr mehr Projekte realisiert werden. Davon profitieren insbesondere die HIV-Prävention, die Jugendförderung und Gemeinschaftsveranstaltungen. Mit den Haushaltsanpassungen will die Koalition queere Initiativen im gesamten Land nachhaltig stärken.

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