03 May 2026, 18:30

NRW-Städte kämpfen mit Pflegenotstand und Personalmangel in der Langzeitpflege

Plakat zur Nurses Week 2020 mit zwei Nurse-Fotos links und dem Text "Mitgefühl, Expertise, Vertrauen" rechts sowie einem Logo in der rechten unteren Ecke.

NRW-Städte kämpfen mit Pflegenotstand und Personalmangel in der Langzeitpflege

Städte in Nordrhein-Westfalen stehen vor wachsendem Druck in der Langzeitpflege

Sowohl Düsseldorf als auch Mönchengladbach melden, dass mittlerweile mehr als jeder zehnte Einwohner auf Pflegeleistungen angewiesen ist. Um den Personalmangel zu bekämpfen, werben Pflegeheime zunehmend Fachkräfte aus dem Ausland an.

Der Bedarf an Pflege steigt weiter – Prognosen zufolge wird die Zahl der Hilfsbedürftigen bis 2050 stark zunehmen. In Mönchengladbach ist die hohe Abhängigkeit von Langzeitpflege unter anderem auf die industrielle Vergangenheit der Stadt zurückzuführen. Als ehemaliges Zentrum der Textilindustrie hat die Stadt eine überdurchschnittlich gealterte Bevölkerung, von der viele ehemalige Arbeiter heute auf Unterstützung angewiesen sind. Mehr als jeder zehnte Einwohner bezieht derzeit Pflegeleistungen, was die Stadt zu einer der am stärksten betroffenen Regionen macht.

Fast 90 Prozent der Pflegebedürftigen in der Region werden zu Hause versorgt, statt in Einrichtungen zu ziehen. Dennoch kämpfen Pflegeheime wie das Caritas-Zentrum in Mönchengladbach-Holt mit massiven Personalengpässen. Die Einrichtung hat eine lange Warteliste, sodass Bewohner bei akutem Personalmangel sogar bei einfachen Aufgaben mithelfen müssen.

Als Reaktion darauf setzt das Caritas-Heim auf internationale Rekrutierung: In den vergangenen zwei Wochen sind zwei neue Mitarbeiterinnen aus den Philippinen zum Team gestoßen. Unterdessen plädiert Helmut Wallrafen vom Mönchengladbacher Sozialamt für den Ausbau lokaler Pflegenetzwerke. Sein Ansatz: Eine Kombination aus professionellen Diensten und ehrenamtlicher Unterstützung könnte die Belastung der Einrichtungen verringern.

Düsseldorf sieht sich mit einer ähnlichen Situation konfrontiert – auch hier ist ein hoher Anteil der Bevölkerung auf Langzeitpflege angewiesen. Beide Städte suchen nun nach Lösungen, von der Anwerbung ausländischer Fachkräfte bis hin zu gemeindebasierten Ansätzen.

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Bis 2050 wird die Zahl der Pflegebedürftigen in der Region voraussichtlich um ein Drittel auf etwa 1,6 Millionen steigen. Pflegeheime reagieren bereits, indem sie im Ausland Personal anwerben und Bewohner stärker in den Tagesablauf einbinden. Die Kommunen setzen sich weiterhin für eine bessere Verzahnung von professioneller und ehrenamtlicher Pflege ein, um dem wachsenden Bedarf gerecht zu werden.

Quelle