21 March 2026, 16:28

Neubaur fordert härtere Gesetze gegen Deepfake-Missbrauch nach Fernandes-Fall

Ein Papier mit der Aufschrift 'The Federalist: A Collection of Essays written in favour of the New Constitution, as agreed upon by the Federal Convention, September 17, 1787, in two volumes, vol i'

Neubaur fordert härtere Gesetze gegen Deepfake-Missbrauch nach Fernandes-Fall

Mona Neubaur, stellvertretende Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, hat sich zu der dringenden Notwendigkeit strengerer Gesetze gegen den Missbrauch von Deepfakes geäußert. Ihre Äußerungen erfolgten, nachdem die Schauspielerin Collien Fernandes öffentlich über ihre Erfahrungen als Opfer von KI-generierten Fälschungen berichtet hatte. Neubaur lobte Fernandes für ihren Mut und forderte umgehende gesetzliche Reformen.

Neubaur bezeichnete Fernandes als "eine mutige Frau", deren Entscheidung, sich offen zu äußern, ein starkes Signal an andere Betroffene sende. Sie warnte, dass Deepfakes längst kein seltenes Problem mehr seien, sondern eine wachsende Bedrohung, die schnelles legislatives Handeln erfordere.

Mit Verweis auf erhebliche rechtliche Lücken betonte Neubaur, dass die aktuellen Gesetze digitale Gewalt nicht ausreichend erfassen. Sie schlug die Einrichtung spezialisierter Gerichte vor, die sich mit Fällen sexueller Gewalt – sowohl im physischen als auch im digitalen Raum – befassen sollen. Ihr Appell umfasst zudem eine Reform des Sexualstrafrechts, damit digitale und physische Straftaten gleich schwer gewichtet werden.

In Spanien werden Fälle wie der von Fernandes derzeit mit bestehenden Gesetzen behandelt, darunter Identitätsdiebstahl, Verletzungen der Privatsphäre und Cyberbelästigung. Bisher gab es jedoch noch keine spezifischen Verurteilungen wegen Deepfakes. Eine geplante Reform zielt darauf ab, die Erstellung und nicht einvernehmliche Verbreitung sexualisierter KI-Bilder unter Strafe zu stellen, wobei mit verschärften Strafen zu rechnen ist.

Neubaurs Forderung nach Veränderung spiegelt die wachsende Besorgnis über die Ausbreitung von Deepfake-Missbrauch wider. Die geplanten Reformen in Spanien und Deutschland deuten auf einen Wandel hin zu strengeren rechtlichen Konsequenzen. Die Behörden stehen nun unter Druck, bestehende Schlupflöcher zu schließen und digitale Gewalt genauso ernst zu nehmen wie physische Straftaten.

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