Münsters Integrationsprojekt feiert erfolgreiches erstes Jahr mit über 300 Teilnehmenden
Walburga HornigMünsters Integrationsprojekt feiert erfolgreiches erstes Jahr mit über 300 Teilnehmenden
Pilotprojekt in Münster: Erfolgsbilanz nach einem Jahr mit großer Beteiligung
Ein Pilot-Integrationsprojekt in Münster hat sein erstes Jahr mit starker Resonanz abgeschlossen. Verschiedene lokale Gruppen und Behörden veranstalteten Workshops, Schulungen und Beratungstermine, um Geflüchtete und Neuankömmlinge zu unterstützen. Verantwortliche bewerten das Programm bereits jetzt als Erfolg, da es Gemeinschaftsbindungen stärkt und praktische Fähigkeiten vermittelt.
Die Initiative verband mehrere Organisationen, um maßgeschneiderte Hilfsangebote zu schaffen. Die IHK Nord Westfalen und die Handwerkskammer Münster führten vier Berufsberatungstermine durch, an denen 74 Personen teilnahmen. Die Bundesagentur für Arbeit Ahlen-Münster organisierte sechs Informationsveranstaltungen mit 125 Teilnehmenden.
Auch Sport- und Bewegungsangebote spielten eine zentrale Rolle. Der SC Preußen Münster und Outlaw gGmbH mit ihrem Projekt "FANport Münster" veranstalteten drei Bewegungs- und Wertetrainings für 42 Menschen. Das Fußballteam ZUE Allstars, dem etwa 20 aktive Spieler angehören, nahm am Grange Cup am 30. August 2025 teil. Zudem organisierte "FANport Münster" rund 30 Fußballtrainings und 20 allgemeine Sportprogramme.
Im Bildungsbereich lag der Fokus auf Sicherheit und Rechtsbewusstsein. Der Verkehrssicherheitsrat Münster und die örtliche Polizei boten neun Fahrradsicherheitskurse und vier Workshops zur Fußgängersicherheit für Kinder und Jugendliche an. Der Bürgerverein Gremmendorf veranstaltete mit seiner "Bauwerkstatt" (Bau-Werkstatt) vier Tage mit praktischen Übungen, an denen täglich etwa zwölf Personen teilnahmen. Zwölf offene Informationsveranstaltungen zum deutschen Rechtssystem zogen zwischen 15 und 30 Interessierte pro Termin an.
Regierungspräsident Andreas Bothe lobte die Fortschritte des Projekts im ersten Jahr. Auch Polizeipräsidentin Alexandra Dorndorf betonte dessen Wirksamkeit bei der Integration von Geflüchteten durch strukturierte Aktivitäten und gemeindeorientierte Angebote.
Das erste Projektjahr zeigte eine hohe Beteiligung in den Bereichen Berufsberatung, Sport und Rechtskunde. Über 300 Menschen nahmen an den verschiedenen Angeboten teil – von Jobcoaching bis hin zu Fußballtrainings. Lokale Behörden und Organisatoren wollen diesen Schwung in den kommenden Monaten weiter nutzen und ausbauen.






