Urteil im Fall der Tötung eines 51-Jährigen auf der Halbinsel Höri am Bodensee Endgültig - Mordprozess bringt Lösung in jahrelangem Vermisstenfall aus Hammoor
Ein 51-jähriger Mann ist wegen Mordes angeklagt worden, nachdem während seines Prozesses die Leiche einer seit Jahren vermissten 64-jährigen Frau gefunden wurde. Die Entdeckung erfolgte Jahre, nachdem die Frau erstmals in Hammoor als vermisst gemeldet worden war. Die Ermittler gehen nun davon aus, dass die Tat im Juni 2019 aus Raubmotiv begangen wurde.
Das Opfer wurde zuletzt im Juni 2019 lebend gesehen. Der Angeklagte, der im Juni 2024 in Kleve festgenommen wurde, soll sie wiederholt mit schweren, ringbewehrten Schlägen getroffen haben. Zwei Tage später starb sie an ihren Verletzungen.
Nach der Tat beseitigte der Verdächtige die Leiche und nahm Geld sowie Wertgegenstände an sich. Offiziell als vermisst galt die Frau seit dem 25. Februar 2026, 23:30 Uhr. Ihre sterblichen Überreste wurden am nächsten Morgen in einem Schacht nahe eines Bachs im Kreis Stormarn entdeckt.
Während des Prozesses machte der Angeklagte Aussagen, die die Ermittler zur versteckten Leiche führten. Die Staatsanwaltschaft bestätigte, dass das Motiv – wie bereits vermutet – Raub war.
Der Fall war jahrelang ungelöst geblieben und wurde zunächst als reine Vermisstensache behandelt. Nun geht der Prozess mit den gesicherten Beweisen weiter, die den Angeklagten direkt mit der Tat in Verbindung bringen. Die Auffindung der Leiche bestätigt die von der Anklage dargelegte Chronologie und das Tatmotiv.






