19 March 2026, 12:25

Moers würdigt jüdisches Erbe mit neuer Broschüre und Bildungsinitiativen

Schwarzes und weißes Foto einer jüdischen Synagoge in New York City mit Treppe, Geländer, Säulen, Tür und Wand.

Moers würdigt jüdisches Erbe mit neuer Broschüre und Bildungsinitiativen

Neue Broschüre "Spuren jüdischen Lebens" in Moers erschienen

In Moers ist eine neue Broschüre mit dem Titel "Spuren jüdischen Lebens" veröffentlicht worden, die einen detaillierten Einblick in die jüdische Geschichte der Stadt bietet. Die Publikation beleuchtet das frühe Gemeinschaftsleben, die Folgen der Deportationen sowie die wenigen noch sichtbaren Zeugnisse wie die ehemalige Synagoge und die Stolpersteine. Für drei Euro erhältlich, kann sie an verschiedenen öffentlichen Einrichtungen in der Stadt erworben werden.

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Die Broschüre wurde im Rahmen einer Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Moers vorgestellt. Bürgermeisterin Julia Zupancic, die nun offizielle Schirmherrin der Gesellschaft ist, betonte ihr Engagement für die Bewahrung des Gedenkens an das jüdische Leben in Moers. Gleichzeitig unterstrich sie die Bedeutung der Bekämpfung von Antisemitismus durch Bildung und Aufklärung.

Ein zentrales Anliegen der Gesellschaft bleibt die Einbindung jüngerer Generationen. Durch Kooperationen mit örtlichen Schulen sollen Schülerinnen und Schüler mit dem jüdischen Erbe der Stadt vertraut gemacht werden. Die Gruppe profitiert zudem von starken überregionalen Netzwerken, die kürzlich dazu beitrugen, die renommierte Buber-Rosenzweig-Medaille nach Moers zu bringen. Zu den früheren Preisträgern zählen Heinz Kremers und Nikolaus Schneider, die für ihren Einsatz im christlich-jüdischen Dialog ausgezeichnet wurden.

Während die Broschüre die frühe Geschichte der jüdischen Gemeinde in Moers und die Zerstörungen der NS-Zeit dokumentiert, fehlen in der aktuellen Ausgabe konkrete Angaben zu ihren sozialen und kulturellen Leistungen vor 1933.

Die Broschüre "Spuren jüdischen Lebens" ist ab sofort für drei Euro an öffentlichen Einrichtungen in ganz Moers erhältlich. Sie dient als Informationsquelle, um die jüdische Vergangenheit der Stadt – von den Anfängen bis zu den bleibenden Spuren der Verfolgung – zu verstehen. Durch die kontinuierliche Arbeit der Gesellschaft, unterstützt von Bürgermeisterin Zupancic und den lokalen Schulen, bleibt diese Geschichte ein lebendiger Teil des kollektiven Gedächtnisses Moers'.

Quelle