15 March 2026, 08:20

Maria Kalesnikavas Neuanfang in Deutschland nach Jahren in belarussischer Haft

Eine Gruppe von vier Menschen, die auf einem roten Teppich stehen und für ein Foto posieren, mit einem "Liberty Justice for All Awards"-Schild im Hintergrund.

Maria Kalesnikavas Neuanfang in Deutschland nach Jahren in belarussischer Haft

2022 war für Maria Kalesnikava ein Jahr des Kampfes und der Widerstandsfähigkeit. Nach ihrer Festnahme in Minsk im September 2020 wurde sie 2021 zu elf Jahren Haft verurteilt. Erst im Dezember 2025 kam sie frei – gemeinsam mit anderen politischen Gefangenen – und zog anschließend nach Deutschland.

Die Verleihung des Internationalen Karlspreises 2022 würdigte den Einsatz der Opposition gegen das Regime von Alexander Lukaschenko. Doch seitdem hat sich in Belarus politisch nichts verändert: Demokratische Reformen bleiben aus, Proteste werden unterdrückt, und die Regierung hält eng an Russland fest – auch im Zuge des anhaltenden Ukraine-Kriegs.

Ein mögliches Treffen mit Kalesnikava in Aachen trägt nun symbolische Bedeutung. Es unterstreicht Europas anhaltendes Engagement für Freiheit und demokratische Werte.

Kalesnikavas Freilassung und ihre Ankunft in Deutschland markieren einen Neuanfang nach Jahren der Haft. Der Karlspreis bleibt ein Mahnmal für ihren Kampf und den ihrer Mitstreiter für einen Wandel. Gleichzeitig bleibt die politische Landschaft in Belarus fest in Lukaschenkos Hand – ohne Anzeichen für eine Lockerung der Repression.

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