Kulturförderung in Österreich: Kürzungen abgemildert, doch Museen leiden
Edmund HeckerKulturförderung in Österreich: Kürzungen abgemildert, doch Museen leiden
Österreichs Kunst- und Kulturförderung wird in den kommenden Jahren gekürzt – doch tiefgreifendere Einschnitte konnten abgewendet werden. Der Haushalt für 2027 wird um 21,1 Millionen Euro reduziert, deutlich weniger als die ursprünglich geplanten 52,8 Millionen Euro. Dennoch müssen sich mehrere zentrale Einrichtungen auf spürbare finanzielle Anpassungen einstellen.
Der Gesamtetat für Kunst und Kultur sinkt 2027 um 13,6 Millionen auf 181 Millionen Euro. Besonders betroffen ist die Sanierung des Museums für Volkskunde: Hier entfallen 11,4 Millionen Euro. Auch der Denkmalschutz verzeichnet einen Rückgang um eine Million Euro, sodass sein Budget auf 54 Millionen Euro schrumpft.
Die Bundesmuseen erhalten 2027 und 2028 jeweils 151,2 Millionen Euro – Mittel für geplante Sanierungen sind jedoch nicht vorgesehen. Die Bundestheater hingegen können ihre Finanzierung in Höhe von 204,2 Millionen Euro für die nächsten zwei Jahre halten und damit einen stabilen Spielbetrieb sichern. Auch das Förderprogramm FISAplus bleibt unverändert: 2027 stehen 55 Millionen Euro zur Verfügung, 2028 sind es 53 Millionen.
Das Österreichische Filminstitut muss sich mit einem Budget von 37 Millionen Euro für 2027 und 2028 begnügen. Davon fließen 2,5 Millionen Euro in das Programm ÖFI , das die Filmverbreitung und Innovation unterstützt. Unterdessen feierte das Burgtheater kürzlich unter der Regie von Stefan Bachmann die Premiere von „Haut unserer Zähne“.
Obwohl der Kulturbereich mit einem schrumpfenden Etat konfrontiert ist, fallen die Kürzungen weniger drastisch aus als befürchtet. Einrichtungen wie die Bundestheater oder FISAplus bleiben finanziell stabil – andere, darunter Museen und das Filminstitut, müssen sich hingegen auf geringere Mittel einstellen.






