Ford Köln vermeidet Zwangsentlassungen nach massivem Stellenabbau und Umstrukturierung
Edmund HeckerDer Schreckgespenst der Entlassungen verschwindet bei Ford - Ford Köln vermeidet Zwangsentlassungen nach massivem Stellenabbau und Umstrukturierung
Ford hat am Standort Köln Zwangsentlassungen vermieden, nachdem das Unternehmen sein Sparziel von 2.900 Stellenabbau erreicht hat. Der Schritt erfolgt im Rahmen der Bemühungen des Konzerns, nach hohen Investitionen in die Elektroauto-Produktion wieder profitabel zu arbeiten. Die Belegschaft am Standort ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich geschrumpft.
Die Zahl der Beschäftigten im Kölner Ford-Werk ist seit 2019 von etwa 18.000 auf heute rund 9.000 gesunken. Anfang dieses Jahres strich das Unternehmen abrupt fast 1.000 Produktionsstellen und stellte von Zwei- auf Einschichtbetrieb um – bedingt durch die schwache Nachfrage nach Elektromodellen. Dadurch sank die tägliche Produktion von etwa 800 auf rund 500 Fahrzeuge, betroffen sind vor allem die Baureihen Ford Focus und Kuga.
Rund 2.100 Mitarbeiter haben sich freiwillig für einen Austritt aus dem Werk entschieden, während weitere 800 Stellen an Investoren übergehen sollen. Diese Maßnahmen folgen auf Fords Entscheidung, den Standort Köln mit Milliardeninvestitionen zu modernisieren, um langfristig effizienter zu arbeiten.
Das Unternehmen betont, dass die Stellenstreichungen notwendig seien, um die Rentabilität zu erreichen. Durch den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen hat Ford seine Umstrukturierungsziele erreicht und gleichzeitig ein gewisses Maß an Stabilität für die verbleibenden Beschäftigten gewahrt.
Mit nunmehr 9.000 Mitarbeitern läuft das Kölner Werk mit geringerer Kapazität als in den Vorjahren. Ford konzentriert sich weiterhin darauf, Kosteneinsparungen mit dem Umstieg auf die Elektroauto-Fertigung in Einklang zu bringen. Die Restrukturierung soll dem Konzern helfen, seine finanzielle Lage in den kommenden Jahren zu stabilisieren.