Deutschland vergibt Milliardenauftrag für Kamikaze-Drohnen an Start-ups und Rheinmetall
Walburga HornigDeutschland vergibt Milliardenauftrag für Kamikaze-Drohnen an Start-ups und Rheinmetall
Deutschland wird zwei Verteidigungs-Start-ups, Helsing und Stark, mit einem Großauftrag für Kamikaze-Drohnen beauftragen. Der Deal im Wert von jeweils knapp 300 Millionen Euro pro Unternehmen markiert einen bedeutenden Schritt zur Stärkung der NATO-Ostflanke. Auch Rheinmetall wird im Rahmen derselben Vereinbarung ein bewaffnetes Drohnensystem liefern.
Der Vertrag sieht vor, dass Helsing, Stark und Rheinmetall insgesamt bis zu 12.000 Drohnen ausliefern. Diese unbemannten Systeme sollen eine neue deutsche Brigade in Litauen ausstatten und so die NATO-Frontlinie gegen Russland verstärken. Die Entscheidung spiegelt die wachsende Dringlichkeit in Europa wider, die Fähigkeiten im Drohnenkrieg auszubauen.
Seit Russlands Invasion in der Ukraine sind die Investitionen in Verteidigungs-Technologie-Start-ups stark gestiegen. Helsing, mittlerweile das wertvollste Verteidigungs-Start-up Europas mit einer Bewertung von 12 Milliarden Euro, wird eine Schlüsselrolle im Projekt übernehmen. Rheinmetall steuert unter anderem die FV-014 bei, eine bewaffnete Drohne für den Fronteinsatz.
Der Auftrag dürfte der größte sein, den Helsing und Stark jemals erhalten haben. Offizielle Stellen betonen, dass damit Innovation und Wettbewerb in der europäischen Rüstungsindustrie gefördert werden sollen. Die Drohnen werden die militärische Präsenz Deutschlands entlang der östlichen NATO-Grenze stärken. Mit einem Gesamtvolumen von fast 900 Millionen Euro zeigt der Vertrag einen grundlegenden Wandel in der europäischen Beschaffungspolitik für Verteidigungstechnik an. Die ersten Lieferungen sollen voraussichtlich in den kommenden Monaten beginnen.






