28 March 2026, 10:28

Der Frauenpfahl am Bodensee: Wo einst Frauen grausam ertränkt wurden

Burgreste an einem Seeufer mit Gras, Bäumen, Gebäuden und Himmel.

Der Frauenpfahl am Bodensee: Wo einst Frauen grausam ertränkt wurden

Ein hölzerner Pfahl am Ufer des Bodensees birgt eine düstere Vergangenheit. Bekannt als der Frauenpfahl, markiert er den Ort, an dem einst Frauen als Strafe ertränkt wurden. Die Stätte, heute ein beliebtes Halloween-Ziel, liegt direkt vor dem Konstanzers Stadtgarten.

Der Frauenpfahl ist mit einer filigranen weißen Gitterkugel gekrönt – ein makabres Mahnmal vergangener Hinrichtungen. Frauen, die des Diebstahls oder Ehebruchs beschuldigt wurden, nähte man in Säcke und warf sie in den See. Manchmal steckte man ihnen vor der Exekution noch Tiere wie Katzen oder Schlangen in die Säcke.

Eine Legende erzählt von einer Frau namens Zellerin, die vom Abt des Klosters Reichenau begnadigt wurde. Sie war zum Tode verurteilt worden, nachdem sie versucht hatte, den Zeller See mit ihrem Baby auf dem Rücken zu durchschwimmen. Ihre Rettung führte dazu, dass ein Teil des Sees nach ihr benannt wurde.

Aufzeichnungen belegen, dass am 9. November 1532 die überführte Diebin Apollonia am Frauenpfahl hingerichtet wurde. Die unheimliche Geschichte des Ortes zieht heute Besucher an, besonders zu Halloween. Für Abendführungen wird warme Kleidung und eine Taschenlampe empfohlen.

Doch der Bodensee hat auch familienfreundliche Attraktionen zu bieten. Der Konstanzer Münster und die Blumeninsel Mainau sind lichte Alternativen für Halloween-Ausflüge.

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Der Frauenpfahl bleibt ein gespenstisches Wahrzeichen am Bodensee. Seine blutige Vergangenheit steht im Kontrast zu den heutigen Halloween-Führungen. In der Nähe zeigen andere Sehenswürdigkeiten eine ganz andere Seite des kulturellen Erbes der Region.

Quelle