13 March 2026, 18:25

Bundeswehr startet geheime Großübung im verlassenen NATO-Hauptquartier Mönchengladbach

Ein offenes deutsches Militärtagebuch aus dem frühen 20. Jahrhundert, gefüllt mit handgeschriebenem Text und Zahlen.

Bundeswehr startet geheime Großübung im verlassenen NATO-Hauptquartier Mönchengladbach

Bundeswehr plant Großübung im verlassenen Joint Headquarters in Mönchengladbach

Die deutsche Bundeswehr wird in dieser Woche groß angelegte Übungen im stillgelegten Joint Headquarters (JHQ) in Mönchengladbach durchführen. Die von Freitag bis in die folgende Woche dauernden Manöver markieren die erste militärische Nutzung des Geländes seit dessen Schließung im Jahr 2013. Die weitläufige 471 Hektar große Anlage – einst Hauptquartier der britischen Streitkräfte – stand über ein Jahrzehnt lang leer.

Das ehemalige JHQ, dessen Fläche etwa 660 Fußballfeldern entspricht, wurde ursprünglich 1954 eröffnet. Nach der Schließung diente das Gelände mit seiner verlassenen städtischen Infrastruktur und abgelegenen Lage als Übungsort für Spezialeinheiten der Polizei und Katastrophenschutzteams. Nun wird die Bundeswehr das Areal nutzen, um die operative Kommunikation unter nationalen und Bündnisverteidigungsbedingungen zu testen – darunter auch die Krisenkommunikation mit der Bevölkerung.

An der Übung beteiligen sich rund 80 Soldaten, 25 Fahrzeuge und acht Drohnen. Die Behörden warnten Anwohner vor lauten Knallgeräuschen, betonten jedoch, dass keine Gefahr bestehe. Es werde ausschließlich Platzpatronen verschossen.

Die einwöchige Übung ist die erste militärische Operation auf dem Gelände seit der Schließung. Im Mittelpunkt steht die Optimierung von Kommunikationsstrategien und Koordination unter simulierten Krisenszenarien. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, mit Lärm zu rechnen, erhielt aber die Zusicherung, dass alle Aktivitäten kontrolliert und ungefährlich ablaufen.

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