Bielefelder Betrügerbanden-Prozess: 167 Fälle und 113.500 Euro Schaden durch Fake-Dienstleistungen
Aldo RömerBetrugsvorwürfe: Überteuerte Rechnungen, kein Service - Bielefelder Betrügerbanden-Prozess: 167 Fälle und 113.500 Euro Schaden durch Fake-Dienstleistungen
Fünf Männer aus Bielefeld im Alter zwischen 28 und 33 Jahren müssen sich nun wegen 167 Betrugsdelikten verantworten. Bei den mutmaßlichen Betrugsfällen handelte es sich um überteuerte Schädlingsbekämpfungs- und Rohrreinigungsdienste, durch die ein Schaden von rund 113.500 Euro entstand. Die Ermittler gehen davon aus, dass das tatsächliche Ausmaß ihrer Machenschaften weit größer sein könnte.
Die Gruppe wird beschuldigt, über einen Zeitraum von sechs Jahren ein professionelles Betrugsnetzwerk betrieben zu haben. Ein Angeklagter meldete 2018 ein Unternehmen an – der Beginn ihrer kriminellen Aktivitäten. Kunden berichteten, dass sie entweder gar keine Leistung erhielten oder mangelhafte Arbeiten, die erhebliche Schäden hinterließen.
Die Bande soll ihre Opfer unter Druck gesetzt haben, sofort zu zahlen – entweder bar oder per Karte. Erst nach über 400 Beschwerden kam es im September 2024 zu ihrer Festnahme. Die Ermittler vermuten, dass die Männer mit weiteren Komplizen in ganz Deutschland zusammengearbeitet und unqualifizierte Arbeiter für die Aufträge eingesetzt haben könnten.
Bisher hat nur einer der fünf Verdächtigen im Laufe der Ermittlungen eine Aussage gemacht. Alle befinden sich weiterhin auf freiem Fuß, während das Verfahren läuft.
Die Staatsanwaltschaft hat die Gruppe mit 167 nachgewiesenen Straftaten in Verbindung gebracht, doch die tatsächliche Zahl der Geschädigten könnte deutlich höher liegen. Bei einer Verurteilung drohen den Männern erhebliche Strafen für ihre Rolle in der langjährigen Betrugsmasche.






