14 March 2026, 06:48

Apotheken in NRW kämpfen um Überleben: Proteste gegen Schließungswelle geplant

Eine Apotheke namens "Die Generics Apotheke" ist von Gebäuden, Strommasten, Kabeln, Werbetafeln, Topfpflanzen und Kraftfahrzeugen auf der Straße umgeben unter einem klaren blauen Himmel.

Apotheken in NRW kämpfen um Überleben: Proteste gegen Schließungswelle geplant

Apotheker Dr. Gregor Lohmann traf sich mit dem CDU-Landesabgeordneten Fabian Schrumpf, um über die wachsenden Belastungen für örtliche Apotheken zu sprechen. Themen des Gesprächs waren finanzielle Engpässe, Personalmangel und die für den 23. März geplanten Proteste.

Bei dem Treffen wurde deutlich, wie stark Apotheken in Nordrhein-Westfalen unter wirtschaftlichen Problemen leiden. Seit 2020 mussten zwischen 800 und 900 von ihnen schließen – verursacht durch schmale Gewinnspannen, steigende regulatorische Kosten und die Konkurrenz durch Online-Händler. Der Fachkräftemangel verschärft die Lage zusätzlich und führt dazu, dass viele Regionen unterversorgt sind.

Lohmann betonte, dass verschreibungspflichtige Medikamente nach wie vor das Kerngeschäft seiner Apotheke bilden. Ohne angemessene Vergütung, warnte er, leide jedoch die Patientenversorgung vor Ort, und die Löhne der Mitarbeiter würden stagnieren. Besonders betroffen seien die nördlichen Stadtteile Essens, wo Anwohner zunehmend weitere Wege für grundlegende Dienstleistungen in Kauf nehmen müssten.

Schrumpf zeigte sich einsichtig und unterstützte die geplanten Protestaktionen. Er stimmte zu, dass die Öffentlichkeit stärker für die seit Jahren stagnierenden Gebühren sensibilisiert werden müsse. Beide unterstrichen, wie dringend bessere Finanzierungsmodelle nötig seien, um den Apothekenbetrieb aufrechtzuerhalten und eine flächendeckende Gesundheitsversorgung zu sichern.

Die Gespräche machten deutlich, wie drängend die finanziellen und personellen Probleme im Apothekensektor angegangen werden müssen. Da Schließungen längst nicht mehr nur ländliche Regionen betreffen, haben Patienten zunehmend Schwierigkeiten, an ihre Medikamente zu kommen. Die Proteste am 23. März sollen politische Weichenstellungen erzwingen, um die Branche zu stabilisieren.

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