Anneliese Hermanski erhält Essener Stadtplakette für ihr Lebenswerk in Wirtschaft und Kultur
Edmund HeckerAnneliese Hermanski erhält Essener Stadtplakette für ihr Lebenswerk in Wirtschaft und Kultur
Anneliese Hermanski ist mit der Stadtplakette der Stadt Essen für ihr langjähriges Engagement für die lokale Wirtschaft ausgezeichnet worden. Oberbürgermeister Thomas Kufen überreichte die Ehrung am 7. November 2025 und würdigte damit ihren jahrzehntelangen Einsatz in den Bereichen Wirtschaft, Recht und Kultur.
Ihre Karriere umfasst unternehmerische Tätigkeiten, juristische Arbeit und die Förderung von Frauen in der Wirtschaft – ein Wirken, das die Region nachhaltig geprägt hat. Hermanski begann ihren beruflichen Werdegang als Unternehmerin und führte bis zu ihrem Ruhestand 2018 das Unternehmen Anne Hermanski, Büro + Service e.K. Parallel dazu war sie Mitgründerin von Employer Branding NRW, einer Agentur, die Unternehmen dabei unterstützt, ihre Attraktivität für potenzielle Mitarbeiter zu steigern.
Von 1996 bis 2003 spielte sie eine zentrale Rolle bei der Entwicklung des Unternehmerinnentags Ruhrgebiet, einer Veranstaltung zur Förderung von Gründerinnen, die später zum Unternehmerinnentag NRW erweitert wurde. Ihr Einsatz für Frauen in der Wirtschaft setzte sich in ihrem 25-jährigen Engagement für den Verein Schöne Aussichten – Verband selbstständiger Frauen e.V. fort, in dem sie verschiedene Führungspositionen innehatte.
Im juristischen Bereich wirkt Hermanski seit 2003 als Handelsrichterin am Landgericht Essen und war an über hundert Kammersitzungen beteiligt. Ihr Engagement für die Wirtschaftsinstitutionen der Stadt umfasste zudem ihre Mitgliedschaft in der Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Essen von 2007 bis 2018. In dieser Zeit gehörte sie außerdem von 2012 bis 2017 dem Wahlausschuss der IHK an.
Über Wirtschaft und Recht hinaus unterstützte sie kulturelle Projekte wie Zusammen Kunst Erleben (ZKE), das junge internationale Künstlerinnen fördert. Die Stadtplakette ehrt ihr vielseitiges Wirken zur Stärkung von Essens Wirtschaft und Gemeinschaft.
Die Auszeichnung unterstreicht Hermanskis Einfluss in verschiedenen Bereichen – von der Unternehmensgründung über die Rechtsprechung bis hin zum kulturellen Mäzenatentum. Ihre Arbeit hat nicht nur Chancen für Frauen in der Wirtschaft geschaffen, sondern auch das wirtschaftliche und soziale Gefüge Essens gestärkt. Die Ehrung ist das Ergebnis jahrelangen Engagements in öffentlichen und privaten Initiativen.






