Immer mehr Winzer konzentrieren sich auf alkoholfreie Weine - Alkoholfreier Wein boomt: Warum immer mehr Deutsche umsteigen
Alkoholfreier Wein liegt in Deutschland im Trend – Verkäufe steigen stark an
In Deutschland gewinnt alkoholfreier Wein zunehmend an Beliebtheit, wobei die Verkäufe in den letzten Jahren deutlich gestiegen sind. 2023 kauften 44 Prozent mehr Haushalte diese Getränke als im Vorjahr. Branchenexperten führen den Wandel vor allem auf die bessere Qualität und ein größeres Angebot zurück.
Laut dem Deutschen Weininstitut (DWI) stellt mittlerweile jedes dritte Weingut alkoholfreien Wein her – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Diese Weine enthalten höchstens 0,5 Prozent Alkohol und liegen damit weit unter den üblichen 10 bis 13 Prozent bei herkömmlichen Weinen. Trotz des Wachstums machen sie jedoch nur etwa 2 Prozent des deutschen Weinumsatzes aus.
Deutschland konsumiert jährlich rund 1,5 Milliarden Liter Wein, wobei 43 Prozent aus heimischer Produktion stammen. Die deutschen Weinberge umfassen etwa 100.000 Hektar, vor allem in Rheinland-Pfalz. Gleichzeitig treiben gesundheitsbewusste Verbraucher die Nachfrage nach leichteren, alkoholarmen Alternativen voran.
Auch auf der ProWein-Messe in Düsseldorf ist dieser Trend spürbar, wo an drei Tagen Zehntausende Besucher erwartet werden. Die Veranstaltung zeigt, wie sich immer mehr internationale Hersteller im Markt für alkoholfreien Wein engagieren – genaue Zahlen zu neuen ausländischen Marken, die Deutschland ins Visier nehmen, liegen jedoch noch nicht vor.
Allein im vergangenen Jahr stiegen die Verkäufe von alkoholfreiem Wein um 25 Prozent, was einen klaren Wandel im Trinkverhalten widerspiegelt. Da immer mehr Weingüter diese Produkte anbieten und das Verbraucherinteresse wächst, wird sich der Sektor voraussichtlich weiter ausdehnen. Die Entwicklung passt zu einem größeren Trend hin zu gesünderen, alkoholarmen Alternativen.