17 April 2026, 18:26

Abseits-Debakel im DFB-Pokal entfacht Streit um früheren VAR-Einsatz

Gruppe von Menschen auf einem Fußballfeld mit einer roten und weißen Flagge im Vordergrund, einem Bogen mit der Aufschrift "Bayern München vs. Bayern München Wetten & Vorschau" im Hintergrund und einer großen Menge im Stadion.

Abseits-Debakel im DFB-Pokal entfacht Streit um früheren VAR-Einsatz

Eine umstrittene Abseitsentscheidung im DFB-Pokal hat die Forderungen nach einer früheren Einführung des Videobeweises (VAR) in dem Wettbewerb neu entfacht. Beim Spiel des 1. FC Köln gegen den FC Bayern München übersah Schiedsrichter Tobias Welz die Abseitsposition von Leroy Sané vor dessen Ausgleichstreffer. Der Vorfall hat eine erneute Debatte über die Ausweitung der Videoassistenz über die bisherigen Runden hinaus ausgelöst.

Das übersehene Abseits im Spiel Köln gegen Bayern löste scharfe Kritik von Fans und Funktionären aus. Bayern-Chef Max Eberl hat sich inzwischen jenen angeschlossen, die fordern, den Videobeweis ab der zweiten Runde des DFB-Pokals einzusetzen. Auch der ehemalige Schiedsrichter Jochen Drees, heute Innovationschef bei der DFB Schiri GmbH, hält eine Umsetzung der Technologie zu diesem Zeitpunkt für machbar.

Doch die finanziellen Hürden bleiben beträchtlich. Der Videobeweis in der 1. und 2. Bundesliga kostet jährlich rund 11 Millionen Euro, hinzu kommen fast eine weitere Million für das Personal – das entspricht etwa 20.000 Euro pro Spiel. Vereine aus den unteren Ligen, denen die Fernseheinnahmen fehlen, hätten Schwierigkeiten, diese Kosten zu tragen. Finanzierungslösungen stehen noch aus, sodass viele Teams weiterhin keinen Zugang zu der Technologie haben.

Auch in der Bundesliga gibt es zunehmend Unmut über den Videobeweis. Eintracht Frankfurts Trainer Dino Toppmöller kritisierte kürzlich eine Entscheidung, die ein Tor seiner Mannschaft in einem 1:1 gegen Heidenheim aberkannte. Die Uneinheitlichkeit in der Schiedsrichterführung hat die Rufe nach einem einheitlicheren Vorgehen in allen Wettbewerben nur noch lauter werden lassen.

Der Vorstoß für einen früheren Einsatz des Videobeweises im DFB-Pokal steht vor technischen und finanziellen Herausforderungen. Zwar unterstützen Funktionäre wie Eberl und Drees die Ausweitung, doch die fehlende Finanzierung für Vereine aus den unteren Ligen bleibt ungelöst. Ohne eine klare Lösung wird die Diskussion über Fairness und Präzision im deutschen Pokalfußball voraussichtlich weitergehen.

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