Zoll stoppt historischen M29C Weasel auf der A2 – Verdacht auf Steuerhinterziehung
Lia RömerZoll stoppt historischen M29C Weasel auf der A2 – Verdacht auf Steuerhinterziehung
Zollbeamte der Flughafenkontrollstelle Paderborn/Lippstadt haben auf der Autobahn A2 einen norwegisch zugelassenen Transporter angehalten. Das Fahrzeug transportierte eine ungewöhnliche Ladung: einen M29C Weasel, ein kettengetriebenes Amphibienfahrzeug aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs, das von den USA stammt. Der 38-jährige Fahrer war auf dem Weg von Norwegen nach Frankreich, um das Fahrzeug dort zu verkaufen.
Der Transporter mit Anhänger wurde zur Kontrolle angehalten. Bei der Überprüfung entdeckten die Beamten den M29C Weasel im Inneren – sein geschätzter Wert beträgt 12.500 Norwegische Kronen. Zwar verfügte der Fahrer über eine Ausfuhrgenehmigung der norwegischen Behörden, jedoch fehlten ihm ein Kaufbeleg, ein Verkaufsvertrag oder die für die Einfuhr in die EU erforderlichen Zollpapiere.
Nach den Zollvorschriften sind Waren aus Drittländern bis zu einem Wert von 300 Euro zollfrei einführbar. Da der Weasel diesen Betrag deutlich überstieg, hätte der Fahrer das Fahrzeug anmelden und Einfuhrabgaben entrichten müssen. Wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung leiteten die Beamten ein Strafverfahren ein.
Bevor der Fahrer seine Fahrt fortsetzen durfte, hinterlegte er 700 Euro als Sicherheit. Diese Summe deckt die voraussichtlichen Zollgebühren sowie eine mögliche Strafe ab. Der Fall wurde zur weiteren Bearbeitung weitergeleitet. Für Rückfragen steht das Hauptzollamt Bielefeld unter der Telefonnummer (0521) 3047-1095 oder per E-Mail unter [email protected] zur Verfügung. Der Fahrer muss bei der Einreise in die EU mit hochwertigen Gütern sämtliche Zollbestimmungen einhalten.
