08 April 2026, 02:20

"Xanny"-Trend unter Jugendlichen: Wie Xanax in München zur gefährlichen Flucht wird

Liniengraph, der die Anzahl der Todesfälle durch Benzodiazepine in den Vereinigten Staaten im Laufe der Zeit zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

"Xanny"-Trend unter Jugendlichen: Wie Xanax in München zur gefährlichen Flucht wird

Xanax – unter Jugendlichen in Städten wie München als "Xanny" bekannt – entwickelt sich zunehmend zu einem Problem. Das verschreibungspflichtige Beruhigungsmittel, dessen Wirkstoff Alprazolam ist, wird von immer mehr jungen Menschen als Flucht aus der Realität genutzt. Sein Aufstieg hängt eng mit Musik, gesellschaftlichen Trends und der leichten Verfügbarkeit in Ballungsräumen zusammen.

Die Verbreitung des Medikaments wird maßgeblich durch seine häufige Erwähnung in der Hip-Hop- und Rap-Kultur vorangetrieben. Künstler wie Billie Eilish oder Money Boy thematisieren Xanax in ihren Texten und tragen so zur Verharmlosung des Konsums bei. Eilishs Album "When We All Fall Asleep, Where Do We Go?" aus dem Jahr 2019 löste sogar eine breitere Debatte über Drogenkonsum unter jungen Fans aus.

Besonders für Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren birgt Xanax erhebliche Risiken. Da sich in diesem Alter noch Gehirn und soziales Verhalten entwickeln, sind sie anfälliger für Abhängigkeit und psychische Probleme. Noch gefährlicher wird es, wenn das Medikament – wie oft üblich – mit Cannabis kombiniert wird.

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In Städten wie München ist Xanax leichter erhältlich als Opioide oder Valium. Diese Zugänglichkeit sowie die Darstellung als Teil des kreativen Prozesses haben seinen Platz in der Jugendkultur gefestigt. Viele junge Konsumenten sehen darin eine schnelle Lösung für Stress oder emotionale Belastungen.

Die zunehmende Präsenz des Medikaments spiegelt größere Trends in Musik, Sozialverhalten und urbaner Verfügbarkeit wider. Solange Künstler es weiter thematisieren und der Zugang einfach bleibt, warnen Gesundheitsexperten vor langfristigen Folgen. Besonders besorgniserregend bleibt die Kombination aus Xanax und Cannabis sowie seine Anziehungskraft auf gefährdete Jugendliche.

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