Willich streicht Deutschlandticket für Jugendliche – und schränkt ihre Mobilität ein
Walburga HornigWillich streicht Deutschlandticket für Jugendliche – und schränkt ihre Mobilität ein
Junge Menschen in Willich könnten bald ihr Deutschlandticket verlieren. Die Stadt plant, es durch das SchokoTicket zu ersetzen, das nur im VRR-Netz gilt. Kritiker bemängeln, dass diese Umstellung die Mobilität von Schülerinnen und Schülern einschränken werde, die auf günstige Fahrtmöglichkeiten angewiesen sind.
Aktuell profitieren berechtigte Jugendliche in Willich vom Deutschlandticket, das ihnen bundesweite Fahrten ermöglicht. Künftig soll die Förderung jedoch nur noch das SchokoTicket umfassen – und damit Reisen auf das VRR-Gebiet beschränken.
Lukas Maaßen, Vorsitzender der SPD-Fraktion, hat sich gegen den Schritt ausgesprochen. Er betonte, dass die Streichung des Deutschlandtickets das 25-Millionen-Euro-Haushaltsloch der Stadt nicht schließen werde. Stattdessen treffe es junge Menschen direkt in ihrer Mobilität.
Die SPD verweist auf die Bedeutung des Tickets für das soziale Leben, etwa für Besuche bei Freunden, Familie oder außerschulischen Aktivitäten. Für Haushalte ohne Auto ermöglicht das Deutschlandticket zudem selbstständige Fahrten über lokale Strecken hinaus. Das SchokoTicket bietet dagegen deutlich weniger Flexibilität.
Maaßen warnte, dass der Wegfall des Deutschlandtickets eine zentrale Stütze im Alltag junger Menschen entziehe. Ohne es drohten vielen größere Schwierigkeiten, in Kontakt zu bleiben und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.
Mit der Umstellung auf das SchokoTicket verlieren Willicher Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, bundesweit zu reisen. Die Änderung schränkt ihre Unabhängigkeit ein. Nun stehen Politik und Verwaltung vor der Frage, wie sie Sparzwänge mit den Bedürfnissen junger Bürger in Einklang bringen können.






