30 March 2026, 14:28

Wie ein Neuköllner Supermarkt Berlins Kampf gegen den Hunger unterstützt

Menschen vor einem Supermarkt mit Einkaufst├Ąschen, Einkaufswagen, Topfpflanze, Regalen, Schildern und Deckenleuchten.

Wie ein Neuköllner Supermarkt Berlins Kampf gegen den Hunger unterstützt

Ein kleiner Supermarkt in Neukölln spielt eine große Rolle im Kampf Berlins gegen den Hunger. In der Edeka-Filiale an der Karl-Marx-Straße sammeln Freiwillige wie Anne, Uschi und Marianne Lebensmittel für die Berliner Tafel. Obwohl das Viertel nicht zu den wohlhabenden gehört, sind die Spenden der Anwohner stetig und großzügig.

Die Berliner Tafel betreibt ein umfangreiches Netzwerk und verteilt monatlich 660 Tonnen Lebensmittel an Bedürftige. Mit 48 Ausgabestellen in der Stadt versorgt sie 70.000 Haushalte monatlich mit Mahlzeiten, die sich sonst kaum Lebensmittel leisten können. Ein Logistikzentrum und 25 Lieferfahrzeuge sorgen dafür, dass alles reibungslos funktioniert.

Die aktuelle Osteraktion, die noch bis zum 4. April 2026 läuft, wird von 15 Filialen von Edeka, Rewe und Kaufland unterstützt. Kundinnen und Kunden werden aufgefordert, beim Einkauf ein zusätzliches Produkt zu kaufen und es den Freiwilligen an der Kasse zu überlassen. Ähnliche Sammelaktionen finden zu Erntedank und Weihnachten statt und bringen noch mehr Spenden ein.

Anne, 33, arbeitet eigentlich beim KaDeWe, engagiert sich aber jeden Donnerstag ehrenamtlich für die Tafel. Sie ist eine von vielen, die die Organisation unterstützen, die bundesweit über 2.500 Standorte unterhält und mehr als 2,5 Millionen Menschen erreicht. Die Nachfrage hat sich seit der Pandemie und dem Beginn des Krieges in der Ukraine fast verdoppelt.

Uschi, eine weitere Freiwillige, erlebt oft, wie ältere Menschen wegen schlechter Zähne bestimmte Lebensmittel nicht essen können. Solche Schicksale zeigen, warum die Arbeit der Tafel in einer Stadt, in der viele leer ausgehen, unverzichtbar bleibt.

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Die Berliner Tafel erweitert weiterhin ihre Reichweite – getragen von öffentlicher Großzügigkeit und ehrenamtlichem Einsatz. Da immer mehr Familien und Rentner auf Hilfe angewiesen sind, sorgen Kampagnen wie "Noch eins!" dafür, dass die Lebensmittel dort ankommen, wo sie am dringendsten gebraucht werden. Das Wachstum des Systems spiegelt sowohl die zunehmende Not als auch eine Gemeinschaft wider, die entschlossen ist, zu helfen.

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