10 May 2026, 00:24

Waschbären-Plage in Münster: Behörden schlagen Alarm wegen explodierender Population

Schwarzes und weißes Foto eines Waschbären auf dem Cover einer zoologischen Gesellschaftszeitschrift mit Text.

Waschbären-Plage in Münster: Behörden schlagen Alarm wegen explodierender Population

Waschbären in Münster: Population explodiert – Behörden schlagen Alarm

In Münster hat sich die Population der Waschbären in diesem Jahr stark vermehrt, was bei lokalen Behörden Besorgnis auslöst. Seit Beginn der Jagdzeit am 1. April wurden bereits über 70 dieser invasiven Tiere erlegt – fast dreimal so viele wie im Vorjahr. Experten warnen, dass sich die Art rasant ausbreitet und dabei ökologische Schäden sowie Sachbeschädigungen in der gesamten Region verursacht.

Ursprünglich aus Nordamerika stammend, haben sich Waschbären in Deutschland seit Jahrzehnten dank ihrer Anpassungsfähigkeit ausgebreitet. In Münster sind ihre Bestände nun so stark angestiegen, dass Behörden die Plage auf lokaler Ebene als nicht mehr kontrollierbar einstuften. Thomas Brammer, Kreisjagdmeister des Heidekreises, betonte, dass die Lage mittlerweile so eskaliert sei, dass einzelne Maßnahmen nicht mehr ausreichten.

Die Tiere stellen eine direkte Bedrohung für heimische Wildtiere dar: Sie übernehmen Nester von Vögeln, Eichhörnchen und anderen Arten und stören so das ökologische Gleichgewicht. Doch nicht nur die Natur leidet – Waschbären dringen auch in Häuser ein, besetzen Dachböden, Kamine und Gartenhäuschen. Die Folge sind Sachschäden und Nachbarschaftsstreitigkeiten.

Menschliches Verhalten verschärft das Problem zusätzlich. Viele Anwohner locken die Tiere unbewusst an, indem sie Wildtiere füttern. Als Reaktion darauf hat der Landkreis finanzielle Unterstützung für Jagdvereine zugesagt. Die Mittel sollen in Fallen, Lebendfangkäfige und Alarmanlagen fließen, um die Population besser zu regulieren.

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Peter Westermann, Vorsitzender des örtlichen Jagdvereins, unterstreicht die Dringlichkeit, die Bestände einzudämmen. Das rasante Wachstum der Art bezeichnete er als alarmierend und warnte vor weiteren ökologischen Folgen, falls nicht gehandelt werde.

Mit über 70 erlegten Waschbären allein in dieser Saison steht Münster vor einer wachsenden Herausforderung. Die vom Landkreis bereitgestellten Mittel für Fallen und Ausrüstung sollen die Ausbreitung bremsen. Die Behörden appellieren weiterhin an die Bevölkerung, Wildtiere nicht zu füttern, um nicht noch mehr der invasiven Tiere in besiedelte Gebiete zu locken.

Quelle