14 April 2026, 12:25

Vom Wüstentod zum Golfplatz: Ein Geflüchteter erzählt seinen Weg in Köln

Gruppe von Menschen mit einem Banner 'Deutschland, Lagerland Migration ist kein Verbrechen' vor einem umzäunten Gebäude mit Bäumen und Fahnen.

Vom Wüstentod zum Golfplatz: Ein Geflüchteter erzählt seinen Weg in Köln

Eine Ausstellung in Köln erzählt die Geschichten von Geflüchteten, die sich in Deutschland ein neues Leben aufgebaut haben. Zu ihnen gehört Habte Abrahle, der aus Eritrea floh und heute fest auf einem Golfplatz arbeitet. Sein Weg – von der Überquerung der Sahara bis zum Familienleben – wird bei einer bevorstehenden Veranstaltung am 28. November vorgestellt.

Habte Abrahle verließ Eritrea, nachdem jahrelanger Zwangswehrdienst ihn daran gehindert hatte, seine Familie zu ernähren. Um zu entkommen, durchquerte er die Sahara in einem überfüllten Lastwagen, ertrug extreme Hitze und Kälte und hatte kaum Zugang zu Nahrung oder Wasser. Unterwegs sah er Menschen sterben.

Nach seiner Ankunft in Deutschland 2015 lebte er zunächst in einem Zelt, später in einem Frachtcontainer. Eine Freiwillige half ihm schließlich, eine angemessene Wohnung zu finden. Während er Deutsch lernte und sein B1-Sprachzertifikat erwarb, arbeitete er als Bäcker und Greenkeeper, um Geld an Verwandte in Eritrea und Äthiopien zu schicken.

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Das Leben in Deutschland war anfangs nicht einfach. Abrahle erlebte Rassismus, doch mit der Zeit überwanden er diese Herausforderungen. 2021 kam seine Frau nach sechs Jahren Trennung zu ihm. Mittlerweile haben sie drei Kinder, und er hat eine feste Anstellung auf einem Golfplatz.

Seine Geschichte ist Teil der Ausstellung Angekommen im Himmel un Ääd, die noch bis zum 6. Dezember zu sehen ist. Am 28. November findet dort die Veranstaltung Arrived – Erfahrungen und Leben in Deutschland/Schildgen statt, bei der Abrahle und ein weiterer Geflüchteter von ihren Erlebnissen berichten. Eine Anmeldung ist online möglich.

Habte Abrahles Weg – von der Flucht aus Eritrea bis zur Arbeitsstelle und dem Wiedersehen mit seiner Familie – zeigt die Kämpfe und Fortschritte von Geflüchteten in Deutschland. Seine und andere Geschichten werden bei der Veranstaltung am 28. November geteilt und bieten einen Einblick in ihr Leben nach der Neuansiedlung.

Quelle