15 May 2026, 12:47

Traditionsunternehmen Brüder Schlau schließt nach Insolvenz für immer seine Türen

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Traditionsunternehmen Brüder Schlau schließt nach Insolvenz für immer seine Türen

Brüder Schlau Gruppe stellt nach Insolvenzantrag den Betrieb ein

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Die traditionsreiche Möbelhandelskette Brüder Schlau Gruppe wird nach der Insolvenzanmeldung im Juni geschlossen. Das vor über einem Jahrhundert gegründete Unternehmen stellt nun seine Großhandelsdivision vollständig ein. Die Hammer-Kette hingegen wurde an neue Eigentümer verkauft – einige Arbeitsplätze bleiben damit erhalten, doch es kommt auch zu Filialschließungen.

Die Wurzeln der Brüder Schlau Gruppe reichen bis ins Jahr 1921 zurück, als die Brüder Theodor und Wilhelm Schlau das Unternehmen in Minden gründeten. Im Laufe der Zeit entwickelte es sich zu einem bedeutenden Akteur in der Möbelbranche. Die Marke Hammer debütierte 1976 mit Standorten in Bremerhaven und Lübbecke.

Im Rahmen des Insolvenzverfahrens wird die Schlau-Großhandelsdivision, die rund 60 Märkte betreibt, vollständig abgewickelt. Der verbleibende Lagerbestand wird im Zuge der Liquidation verkauft. Einige Schlau-Standorte könnten jedoch unter neuem Namen wiedereröffnet werden, sofern sich Käufer finden.

Aktuell laufen Verhandlungen mit den Betriebsräten, um Sozialpläne abzuschließen und die Interessen der Mitarbeiter zu wahren. Die Ergebnisse werden die Bedingungen für Entlassungen und die Unterstützung der betroffenen Beschäftigten festlegen.

Die Hammer-Kette wurde unterdessen vom Investorenkonsortium ReThink übernommen. Von den 163 Filialen bleiben 93 geöffnet, wodurch etwa 1.200 Arbeitsplätze gesichert werden. Die verbleibenden 70 Standorte werden geschlossen, was für die dort Beschäftigten den Verlust ihrer Stellen bedeutet.

Das Ende der Schlau-Großhandelsdivision markiert das Aus einer über hundertjährigen Unternehmensgeschichte. Die Übernahme von Hammer durch ReThink wird fast die Hälfte der Filialen retten, doch viele Mitarbeiter müssen dennoch mit Entlassungen rechnen. Die genauen Auswirkungen auf die Belegschaft hängen von den laufenden Gesprächen mit den Betriebsräten ab.

Quelle