Thomas Roosen verlässt nach 42 Jahren die Polizei NRW – ein IT-Pionier geht
Lia RömerThomas Roosen verlässt nach 42 Jahren die Polizei NRW – ein IT-Pionier geht
Thomas Roosen, Leiter des Landesamts für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD NRW), geht Ende Juli nach fast 42 Jahren im Polizeidienst von Nordrhein-Westfalen in den Ruhestand. Seine Karriere umfasste alle Ebenen der Behörde, wobei er sich seit dem Jahr 2000 besonders auf die Informationstechnologie konzentrierte. Innenminister Herbert Reul würdigte ihn als den idealen Leiter für das LZPD NRW während seiner Amtszeit.
Roosen übernahm 2020 die Führung des LZPD NRW und war seitdem für rund 1.800 Mitarbeiter am Hauptsitz in Duisburg sowie an über zehn weiteren Standorten in der Region verantwortlich. Sein Aufgabenbereich war vielfältig, da nur etwa ein Drittel der Belegschaft Polizeibeamte sind, während die übrigen Mitarbeiter mehr als 40 verschiedene Berufe ausüben und unterschiedliche Aufgaben wahrnehmen. Das LZPD NRW bleibt eine zentrale Instanz für die Gestaltung der Polizeidienste und -technologie in NRW, wobei seine künftige Ausrichtung durch strategische Planung geprägt wird.
Im Laufe seiner Karriere leitete Roosen bundesweite IT-Projekte, fungierte als IT-Experte im Innenministerium und gestaltete die zentralen Polizei-IT-Systeme neu. Seine technologische Expertise prägte maßgeblich seinen Dienst. Nach seinem Ruhestand freut er sich auf einen einfacheren Alltag – etwa darauf, Verkehrsnachrichten zu hören, ohne dabei seine Bürofahrten planen zu müssen.
Bis zur Ernennung eines dauerhaften Nachfolgers übernimmt Astrid Ohde, Regierungsdirektorin, kommissarisch die Leitung des LZPD NRW.
Roosens Ausscheiden markiert das Ende einer herausragenden Karriere in der Polizei und der IT-Entwicklung. Das LZPD NRW wird weiterhin eine entscheidende Rolle bei der Unterstützung der Polizeiarbeit in Nordrhein-Westfalen spielen. Ein Nachfolger wird in Kürze berufen, um die nächste Phase des strategischen Wachstums zu begleiten.






