06 May 2026, 20:18

Tagespflege in Bergisch Gladbach kämpft ums Überleben – warum Eltern wegbleiben

Ein Babyladen in einem Einkaufszentrum mit Menschen, Spielzeugen, Regalen, Schildern, einem Anzeigebildschirm, Deckenleuchten und einem Dach, das sich im Mall of Asia befindet.

Tagespflege in Bergisch Gladbach kämpft ums Überleben – warum Eltern wegbleiben

Tagesmütter und -väter in Bergisch Gladbach kämpfen mit finanziellen und emotionalen Belastungen Rückläufige Geburtenzahlen und der Ausbau der Kita-Plätze setzen viele Betreuungskräfte unter Druck – mit leeren Stellen und ungewissen Perspektiven. Einige haben den Beruf bereits ganz aufgegeben.

Allein für das kommende Jahr bleiben in der Stadt 46 Plätze in der Kindertagespflege unbesetzt. Während die Geburtenraten kontinuierlich sinken, gibt es mittlerweile mehr Betreuungsangebote als Kinder, die sie nutzen. Dieser Ungleichgewicht führt zu einem harten Konkurrenzkampf zwischen Tagespflegepersonen und Kitas um dieselben Kinder.

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Viele Eltern entscheiden sich zwar zunächst für eine Tagesmutter oder einen Tagesvater – besonders für Kinder unter drei Jahren –, wechseln später aber oft in eine Kita, sobald dort ein Platz frei wird. Diese Abwanderung verschärft die Lage der Tagespflegekräfte, die auf eine stabile Auslastung angewiesen sind, um wirtschaftlich überleben zu können. Sarah Heller, Vorsitzende der Interessengemeinschaft Kindertagespflege Bergisch Gladbach, zeichnet ein düsteres Bild: „Für die Kindertagespflege ist nichts Gutes in Sicht.“

Heller selbst verlässt wegen der Unsicherheit und mangelnden Planbarkeit den Beruf. Ihre Kollegin Jenni Löllgen betont unterdessen, dass Tagespflege und Kitas sich nicht gegenseitig Konkurrenz machen, sondern einander ergänzen sollten. Trotz aller Herausforderungen hält die Gruppe daran fest, dass die familiennahe Betreuung unverzichtbar bleibt – vor allem für die jüngsten Kinder.

Der Rückgang der Geburten und der Ausbau der Kita-Plätze haben die Tagespflege in eine schwierige Lage gebracht. Mit Dutzenden unbesetzten Plätzen hängt ihre Zukunft nun davon ab, ob Eltern sie weiterhin als wichtigen Baustein der frühen Kinderbetreuung schätzen. Für viele Betreuungskräfte bleibt die Situation vorerst unsicher – und finanziell prekär.

Quelle