25 June 2026, 00:22

Stromnetz-Ausbau: Wie 350 Milliarden Euro bis 2045 effizienter genutzt werden können

EWI: ├ťberdimensionierung von Netzanschlüssen mit Photovoltaik und Windenergie reduziert die Netzausbaukosten um bis zu 1,8 Milliarden Euro j├Ąhrlich

Stromnetz-Ausbau: Wie 350 Milliarden Euro bis 2045 effizienter genutzt werden können

Netzbetreiber geraten zunehmend unter Druck, die Stromnetze auszubauen, da die Nachfrage nach erneuerbaren Energien steigt. Ein neuer Bericht des Energiewirtschaftlichen Instituts (EWI) an der Universität zu Köln zeigt Wege auf, wie in diesem Wandel Kosten gespart und die Effizienz gesteigert werden kann.

Laut EWI werden für den Ausbau der Verteilnetze bis 2045 Investitionen in Höhe von rund 350 Milliarden Euro erforderlich sein. Der Großteil dieser Ausgaben entsteht durch die Notwendigkeit, erneuerbare Energien in das Netz zu integrieren. Die Kosten für den durch Erneuerbare bedingten Ausbau variieren dabei stark – je nach Region liegen sie zwischen 61 und 180 Euro pro Kilowatt.

Um diese Ausgaben zu senken, schlägt das EWI eine Optimierung der Netzanschlüsse vor. Gemeinsam genutzte Anschlussstellen für Solar-, Windenergie- und Batteriespeicher könnten die Ausbaukosten um jährlich 1,8 Milliarden Euro verringern. Die gemeinsame Nutzung von Netzanschlusspunkten für Solar- und Windanlagen an einem Standort könnte zudem jährliche Verluste in Höhe von 800 Millionen Euro vermeiden, die durch abgeregeltem Strom entstehen.

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Der Bericht deutet darauf hin, dass Batteriespeichersysteme hinter den Netzanschlusspunkten die Energieverschwendung weiter reduzieren könnten. Allerdings seien die aktuellen Anreize zur Optimierung dieser Anschlüsse noch unzureichend. Ohne Verbesserungen könnten diese Lücken zu Wohlfahrtsverlusten für das Gesamtsystem führen.

Eine bessere Netzplanung könnte die finanziellen und betrieblichen Belastungen verringern. Gemeinsam genutzte Anschlüsse und die räumliche Bündelung erneuerbarer Energiequellen dürften die Kosten senken und die Energieverschwendung reduzieren. Unterdessen hat das Schweizer Bundesamt für Energie ein Dashboard eingeführt, das durch regionale Prognosen zur Solarstromerzeugung mehr Transparenz schaffen soll.

Quelle