Solinger Kirchenkreis stimmt über Fusion mit Düsseldorf-Mettmann und Niederberg ab
Edmund HeckerSolinger Kirchenkreis stimmt über Fusion mit Düsseldorf-Mettmann und Niederberg ab
Kirchenkreis Solingen hält an diesem Wochenende seine Herbstsynode ab
Der Evangelische Kirchenkreis Solingen veranstaltet an diesem Wochenende seine Herbstsynode in der Evangelischen Stadtkirche am Fronhof. Ab Freitag, dem 14. November, steht dabei ein zentraler Vorschlag im Mittelpunkt: die Fusion mit den benachbarten Kirchenkreisen Düsseldorf-Mettmann und Niederberg. Die Delegierten werden zudem über Haushaltsfragen beraten, lokale Initiativen diskutieren und eine Ansprache des neu gewählten Solinger Oberbürgermeisters hören.
Die Synode beginnt am Freitag um 18:00 Uhr mit einem Gottesdienst unter der Leitung von Pfarrer Klaus Hammes. Im Anschluss verlagern sich die Beratungen in den Bürgersaal, wo finanzielle Themen im Fokus stehen. Die Delegierten werden den Haushaltsplan für 2026 prüfen und Pfarrerin Astrid Klumb für ihr Engagement ehren.
Am Samstag setzt sich die Synode um 8:30 Uhr mit einer Andacht von Predigerin Miriam Hindenberger fort. Alle Sitzungen sind öffentlich zugänglich. Der Schwerpunkt liegt auf der Abstimmung über den Start des Fusionsprozesses mit Düsseldorf-Mettmann und Niederberg. Bei einer Zustimmung würde die Zusammenlegung im Januar 2026 beginnen und voraussichtlich drei bis vier Jahre dauern. Die Gemeinden sollen dabei eine zentrale Rolle in der Entscheidungsfindung einnehmen.
Der Vorschlag folgt auf Sondierungsgespräche, die im Sommer 2025 stattfanden. Ein gemeinsames Treffen Anfang November bestätigte den Plan, das Vorhaben voranzutreiben. Superintendentin Dr. Ilka Werner argumentiert, dass eine eigenständige Fortführung die Ressourcen Solingens überlasten würde. Eine Fusion hingegen könnte effizientere Strukturen schaffen, während die Solinger Gemeinden innerhalb des neuen Kirchenkreises eine eigene Region bilden könnten.
Ebenfalls am Samstag stehen die Initiative "Klingenkirche 2030" auf der Tagesordnung sowie ein Grußwort des frisch gewählten Solinger Oberbürgermeisters Daniel Flemm. Der Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann umfasst derzeit Standorte wie Urdenbach, Hilden, Erkrath und Haan, wobei die genaue Zahl der Gemeinden noch unklar ist.
Die Entscheidung der Synode wird darüber bestimmen, ob sich die Solinger Gemeinden mit Düsseldorf-Mettmann und Niederberg zusammenschließen. Bei einer Zustimmung beginnt der Fusionsprozess Anfang 2026, wobei die Gemeinden in jedem Schritt eingebunden werden. Das Ergebnis wird auch die Zukunft lokaler Projekte wie "Klingenkirche 2030" und die finanzielle Planung des Kirchenkreises prägen.






