Solarausbau in Deutschland bremst 2025 deutlich ein – nur Bayern hält stand
Walburga HornigSolarausbau in Deutschland bremst 2025 deutlich ein – nur Bayern hält stand
Deutschlands Solarausbau hat im ersten Halbjahr 2025 an Fahrt verloren. Bundesweit erreichte die neu installierte Photovoltaik-Leistung etwa 7.347 Megawatt – ein Rückgang um 11,5 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2024. Doch es gibt regionale Unterschiede: Einige Bundesländer schneiden besser ab als andere.
Laut Bundesnetzagentur lag der Zubau im ersten Halbjahr 2024 bei rund 7.550 Megawatt, später nach oben auf etwa 8.300 Megawatt korrigiert. 2025 blieb die bundesweite Entwicklung hinter diesem Tempo zurück.
Baden-Württemberg verzeichnete einen Rückgang um etwa 9,5 Prozent bei den Neuanlagen – etwas besser als der Bundesschnitt. Das Photovoltaik-Netz im Land wuchs im ersten Halbjahr 2025 um 988 Megawatt, ein Minus von 15 Prozent gegenüber 2024. Spitzenreiter war der Landkreis Biberach mit 127 Megawatt, vor allem dank einer 80-Megawatt-Freiflächenanlage in Langenenslingen. Ende Juli korrigierte die Landesvereinigung Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW) die Zahl für Baden-Württemberg auf 1.039 Megawatt – 51 Megawatt höher als in den lokalen Aufzeichnungen.
Nordrhein-Westfalen erlebte einen deutlichen Einbruch. Die LEE NRW registrierte einen Zubau von 940 Megawatt, ein Rückgang um 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Tempo der Installationen lag hier fast nur halb so hoch wie im restlichen Deutschland.
Bayern blieb vergleichsweise stabil. Die Neuanlagen gingen nur um etwa 2 Prozent zurück, und durch Nachmeldungen könnte sich sogar ein leichter Anstieg ergeben.
Insgesamt zeigt sich ein deutlicher Rückgang beim Solarausbau in den meisten Regionen. Baden-Württemberg und Bayern kommen besser durch die Flaute, während Nordrhein-Westfalen hinterherhinkt. Die Daten verdeutlichen die ungleichmäßige Entwicklung bei der Energiewende in Deutschland.






