Seniorenrat warnt vor Fahrpreiserhöhungen im Nahverkehr und fordert faire Tarife
Edmund HeckerSeniorenrat warnt vor Fahrpreiserhöhungen im Nahverkehr und fordert faire Tarife
Der Seniorenrat hat schwere Bedenken gegen die geplanten Fahrpreiserhöhungen im öffentlichen Nahverkehr geäußert. In einer aktuellen Stellungnahme warnte die Organisation, dass die höheren Kosten ältere Fahrgäste besonders hart treffen würden – viele von ihnen kämpften bereits mit steigenden Lebenshaltungskosten. Der Rat fordert die Verkehrsverantwortlichen nun auf, die Änderungen vor ihrem Inkrafttreten noch einmal zu überdenken.
Am 19. November 2025 verabschiedete der Rat eine Resolution, in der er faire und transparente Tarife einfordert. Jetzt hat er sich direkt an den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und dessen Tarifpartner gewandt und verlangt, die geplanten Preiserhöhungen entweder zu überarbeiten oder vorerst auszusetzen. Besonders problematisch sei die Auswirkung auf Fahrten, die Grenzen von Kommunen überschreiten – diese könnten deutlich teurer werden.
Der Rat betonte zudem, wie wichtig es sei, traditionelle Ticketoptionen weiterhin anzubieten. Viele ältere Reisende seien weiterhin auf Fahrkartenautomaten, persönliche Schalter und gedruckte Tickets angewiesen, statt auf digitale Lösungen. Die Organisation argumentierte, dass eine erzwungene Umstellung auf rein digitale Systeme die Selbstständigkeit und Lebensqualität derer einschränken würde, die mit Technik weniger vertraut sind.
Angesichts bereits stark gestiegener Lebenshaltungskosten warnte der Rat, dass weitere Preiserhöhungen ältere Menschen unzumutbar belasten würden. Es dürfe nicht sein, dass Fahrten zwischen verschiedenen Kommunalgebieten für einkommensschwache Fahrgäste mit zusätzlichen finanziellen Härten verbunden seien.
Der Seniorenrat machte deutlich: Öffentliche Verkehrsmittel müssten für alle zugänglich und bezahlbar bleiben. Er forderte den VRR auf, sicherzustellen, dass Tarifanpassungen ältere Fahrgäste nicht ausschließen oder sie zu digitalen Systemen zwingen, die sie nicht nutzen können. Ohne Korrekturen könnten die geplanten Erhöhungen viele daran hindern, grundlegende Fahrtkosten zu tragen.






