24 May 2026, 08:22

Rossinis Reise nach Reims begeistert mit Akrobatik und musikalischem Feuerwerk

"Il viaggio a Reims" in Salzburg: Eine komplett übertriebene, turbulente Revue

Rossinis Reise nach Reims begeistert mit Akrobatik und musikalischem Feuerwerk

Eine opulente Inszenierung von Die Reise nach Reims – einer Opera buffa, die Gioachino Rossini 1825 zur Krönung von König Karl X. komponierte – begeistert das Publikum mit ihrem glanzvollen Spektakel und musikalischer Brillanz. Die Handlung spielt im Hotel Goldene Lilie in der französischen Provinz und begleitet Gäste aus der High Society in einem Wirbel aus Komik und Akrobatik.

Die Bühne, gestaltet von Rufus Didwiszus, verwandelt sich in ein prunkvolles Hotel mit Foyer, Flur und Speisesaal. Während der Vorstellung werden Pistolen abgefeuert, und eine Harfe wird dramatisch in Brand gesetzt – alles Teil des theatralischen Feuerwerks. Das Ensemble aus 14 Sänger:innen glänzt nicht nur mit kraftvollen Stimmen, sondern meistert auch akrobatische Kunststücke mit atemberaubender Präzision, selbst mitten in einer Arie.

Cecilia Bartoli in der Rolle der Corinna verzaubert mit ihrer kristallklaren Stimme und entfesselt atemberaubende Koloratur-Feuerwerke. Die extravaganten Fantasie-Kostüme von Victoria Behr unterstreichen die üppige Atmosphäre der Produktion. Dirigent Gianluca Capuano führt das auf historischen Instrumenten spielende Ensemble Les Musiciens du Prince-Monaco und sorgt für ein authentisches und lebendiges Klangerlebnis.

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Die anspruchsvolle Aufführung, die den Sänger:innen höchste Ausdauer abverlangt, endet in tosendem Applaus und einer stehenden Ovation des Publikums. Die Mischung aus energiegeladener Akrobatik, Gesangskunst und beeindruckenden Bildern hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Mit ihren historischen Wurzeln und modernem Bühnenzauber erweist sich Die Reise nach Reims als ein Triumph von Kunst und Unterhaltung.

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