Revolutionärer Brückenbau in Oberhausen verkürzt Bauzeit um Monate
Walburga HornigRevolutionärer Brückenbau in Oberhausen verkürzt Bauzeit um Monate
Autobahnbrücke in Oberhausen wird mit bahnbrechender Methode neu gebaut – Bauzeit um Monate verkürzt
Das Bundesverkehrsministerium unterstützt ein Pilotprojekt in Oberhausen, bei dem eine Autobahnbrücke mit einer innovativen Methode wiederaufgebaut wird, die die Bauzeit um mehrere Monate verkürzt. Angesichts der wachsenden Probleme mit maroder Infrastruktur in Deutschland setzt die Behörde große Hoffnungen in das Verfahren, das nicht nur schneller, sondern auch leiser und langlebiger sein soll.
Die alte Brücke war im Januar 2023 abgerissen worden. Bereits im Juli – nur sieben Monate später – soll das erste Teilstück der neuen Konstruktion fertiggestellt sein. Mit herkömmlichen Methoden hätte der Bau bis zu zwei Jahre gedauert.
Entwickelt wurde die Technik von Theo Reddemann vom Bauunternehmen Echterhoff. Statt kleine Segmente einzeln zu verbauen, kommen vorgefertigte Betonfertigteile zum Einsatz, die jeweils 42 Meter lang sind. Weniger Verbindungsstellen beschleunigen nicht nur die Montage, sondern verringern auch das Risiko von Wasserschäden auf lange Sicht.
Alleiner in Nordrhein-Westfalen gibt es fast 9.000 Brücken, viele davon in schlechtem Zustand. Zwar liegen keine genauen Zahlen vor, welche Regionen am stärksten betroffen sind, doch Beamte sehen in der neuen Methode eine mögliche Lösung für künftige Projekte. Ein weiterer Vorteil: Die Lärmbelästigung während der Bauarbeiten wird deutlich reduziert – ein wichtiger Aspekt für die Anwohner.
Die Brücke in Oberhausen dient als Testfall für diese schnellere und effizientere Bauweise. Bei Erfolg könnte das Verfahren bundesweit eingesetzt werden, um die alternde Infrastruktur Deutschlands zu modernisieren. Die ersten Fahrzeuge sollen die neue Konstruktion voraussichtlich Mitte 2023 passieren.






