11 April 2026, 12:23

Recklinghausen gedenkt deportierter jüdischer NS-Opfer aus der Region

Luftaufnahme des Holocaust-Mahnmals für die ermordeten Juden Europas in Berlin, mit zahlreichen rechteckigen Betonsteinen in einem Gittermuster.

Recklinghausen gedenkt deportierter jüdischer NS-Opfer aus der Region

Gedenkfeier in Recklinghausen: Erinnerung an deportierte jüdische Opfer aus der NS-Zeit

Am Sonntag, dem 2. November, fand in Recklinghausen eine feierliche Gedenkveranstaltung statt, um der jüdischen Opfer zu gedenken, die während der NS-Diktatur nach Riga deportiert wurden. Thomas Terhorst, der neu gewählte Bürgermeister von Marl, nahm an der jährlichen Veranstaltung teil, die an rund 3.000 jüdische Männer, Frauen und Kinder aus der Region erinnert, die nach ihrer Zwangsverschleppung in die lettische Hauptstadt ermordet wurden.

Die Gedenkfeier wurde wie jedes Jahr am ersten Sonntag im November auf dem jüdischen Friedhof in Recklinghausen abgehalten. Unter den Gedenkkenden befand sich auch Rolf Abrahamsohn, ein Opfer aus Marl, dessen Sohn in diesem Jahr an der Veranstaltung teilnahm.

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Bodo Klimpel, Landrat des Kreises, richtete sich in einer Rede an die Versammelten. Er betonte die Bedeutung, als "sekundäre Zeugen" zu handeln, um die Erinnerung an die Vergangenheit wachzuhalten und sich gegen Antisemitismus zu stellen. Terhorst schloss sich dieser Haltung an und erklärte: "Das Schicksal dieser Opfer verpflichtet uns, Verantwortung zu übernehmen und ihr Andenken zu bewahren."

Die Veranstaltung wird vom Deutschen Riga-Komitee organisiert, dem die Stadtverwaltung Marl seit 2010 angehört. Die Initiative ehrt über 25.000 jüdische Menschen, die nach Riga deportiert wurden – die meisten von ihnen wurden im Wald von Bikernieki ermordet. Weitere Informationen zur Arbeit des Komitees finden sich unter https://www.ourwebsite/riga-committee.

Die Feier diente als Mahnmal für die Gräueltaten, die während der NS-Herrschaft an jüdischen Gemeinden verübt wurden. Durch das Gedenken an die Opfer und das Weitererzählen ihrer Geschichten wollen die Teilnehmer ihr Vermächtnis bewahren und der heutigen Hasskultur entgegenwirken.

Quelle