Rechtsextreme Kundgebung in Münster an Heiligabend plötzlich abgesagt
Rechtsextreme Kundgebung in Münster an Heiligabend abgesagt
Eine geplante Demonstration rechtsextremer Kreise in Münster an Heiligabend wurde abgesagt. Die Veranstaltung stand im Zusammenhang mit den anhaltenden Streitigkeiten um das Grab von Siegfried „SS-Siggi“ Borchardt, einer verstorbenen Figur der Neonazi-Szene. Die Absage folgt auf monatelange Proteste und juristische Auseinandersetzungen in der Stadt.
Rechtsextremisten und Neonazis aus Dortmund hatten sich in diesem Jahr bereits dreimal vor dem Oberverwaltungsgericht Münster versammelt. Ihre Kundgebungen drehten sich um das Grab Borchardts, dessen Begräbnisstätte zu einem Zankapfel geworden ist. Die Stadt Dortmund hatte zuvor eine namentlich gekennzeichnete Grabstelle verweigert – aus Sorge, diese könnte sich zu einer Neonazi-Pilgerstätte entwickeln.
Das Bündnis „Kein Meter den Nazis“ hatte sich wiederholt gegen die Versammlungen gestellt. Nach Angaben des Sprechers Carsten Peters spielten ihre Proteste eine entscheidende Rolle bei der jüngsten Absage. Trotz der Absetzung bleibt die eigene Gegenkundgebung des Bündnisses für Heiligabend angemeldet.
Die Absage der rechtsextremen Demonstration markiert eine Wende in dem andauernden Konflikt. Die Weigerung Dortmunds, Borchardt ein gekennzeichnetes Grab zu gewähren, bleibt bestehen. Unterdessen wird die Gegenveranstaltung von „Kein Meter den Nazis“ wie geplant stattfinden.






