Rasende Verfolgungsjagd und hunderte Bußgelder: Polizei stoppt gefährliche Verkehrssünder in Altena
Lia RömerRasende Verfolgungsjagd und hunderte Bußgelder: Polizei stoppt gefährliche Verkehrssünder in Altena
Altenaer Polizei geht im Rahmen einer europaweiten Verkehrssicherheitskampagne gegen gefährliches Fahren vor
Bei der Aktion „Konzentration im Verkehr“ wurden Ablenkungen und Verkehrsverstöße gezielt kontrolliert – mit zahlreichen Bußgeldern, Fahrverboten und einer spektakulären Verfolgungsjagd nach einem Fahrer ohne Führerschein.
Die eine Woche dauernden Kontrollen begannen, nachdem Beamte einen 20-jährigen Motorradfahrer auf der Bahnhofstraße in der Nähe einer Tankstelle bei einem rücksichtslosen Überholmanöver beobachtet hatten. Der Fahrer ignorierte die Aufforderung eines Streifenwagens mit Blaulicht und Martinshorn zum Anhalten, woraufhin eine Verfolgung eingeleitet wurde. Später verlor er zu Beginn der Uferstraße die Kontrolle über sein Motorrad und konnte schließlich in der Nähe des Küstersorts gestellt werden.
Die Ermittlungen ergaben, dass der Mann keinen Führerschein besaß und sein Motorrad ein gefälschtes Kennzeichen trug. Ihm drohen nun Anklagen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Kennzeichenmanipulation, fehlender Pflichtversicherung sowie wegen illegaler Straßenrennen nach § 315d StGB.
An anderen Kontrollstellen registrierte die Polizei zwölf Verstöße wegen Handybenutzung am Steuer, die jeweils mit einem Bußgeld von 100 Euro, einer Bearbeitungsgebühr und einem Punkt in Flensburg geahndet wurden. Auch Rasen stand im Fokus: Elf Autofahrer überschritten das 30-km/h-Tempo auf der Bahnhofstraße – acht erhielten ein Bußgeld, drei wurden wegen Ordnungswidrigkeiten angezeigt. Fünf Fahrer missachteten Rotlicht, und bei fünf Fahrzeugen fehlte der notwendige Versicherungsschutz, was sofortige Fahrverbote zur Folge hatte.
Die Altenaer Maßnahme ist Teil der europaweiten Roadpol-Kampagne, die Ablenkungen im Verkehr reduzieren und die Sicherheit auf den Straßen erhöhen soll. Die Behörden verhängten Bußgelder, Fahrverbote und Strafanzeigen; weitere Ermittlungen laufen noch. Die Aktion zeigt, wie groß die Gefahren durch überhöhte Geschwindigkeit, unversicherte Fahrzeuge und illegale Umbauten nach wie vor sind.






