Pleitewelle bei Glasfaserausbau: Phoenix Engineering meldet Insolvenz an
Aldo RömerPleitewelle bei Glasfaserausbau: Phoenix Engineering meldet Insolvenz an
Phoenix Engineering, ein wichtiger Auftragnehmer für Glasfaserprojekte im Rhein-Lahn-Kreis, hat Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen sieht sich schweren Vorwürfen von Mitarbeitern ausgesetzt, darunter ausstehende Löhne und Probleme mit der Mietzahlung. Das Insolvenzverfahren wurde am Mittwochmorgen offiziell beim Amtsgericht Köln eröffnet.
Die Schwierigkeiten bei Phoenix Engineering begannen mit finanziellen Engpässen, die durch steigende Zinsen und strengere Kreditbedingungen ausgelöst wurden. In der Folge konnte das Unternehmen, das im Rahmen des Projekts „Unser Grünes Glasfasernetz“ in über 20 Gemeinden für die Verlegung von Glasfaserkabeln zuständig war, seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen.
Vier rumänische Arbeiter geben an, seit mehreren Wochen keinen Lohn erhalten zu haben – die ausstehenden Beträge belaufen sich auf mehrere tausend Euro. Die Lage spitzte sich weiter zu, als der Arbeitgeber auch die Miete für die Unterkünfte der Beschäftigten nicht mehr zahlte, woraufhin Räumungsklagen drohten. Viele Betroffene weigern sich, in Deutschland Sozialhilfe zu beantragen, und wenden sich stattdessen an die Linke in Koblenz, um rechtliche Unterstützung zu erhalten.
Bisher sind bei der Staatsanwaltschaft Koblenz keine Strafanzeigen eingegangen. Die Kölner Staatsanwaltschaft bestätigte jedoch, einen Betrugsvorwurf gegen ein Unternehmen der Glasfaserbranche erhalten zu haben. Unterdessen hat der Insolvenzverwalter Maßnahmen ergriffen, um die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter abzusichern: Über Insolvenzgeld sollen die Auszahlungen bis Oktober 2025 gesichert werden.
Im Rahmen des Insolvenzverfahrens wird nun geklärt, wie Gläubiger und Beschäftigte entschädigt werden. Die Arbeiter stehen weiterhin vor finanziellen Schwierigkeiten, doch das Insolvenzgeld soll die ausstehenden Löhne abdecken. Das Engagement der Linken deutet darauf hin, dass weiterhin Lösungen für den Konflikt gesucht und die Betroffenen unterstützt werden.






