14 June 2026, 04:17

P-Konten versagen: Warum Banken gesetzlichen Pfändungsschutz ignorieren

Telefonische Beratungszeiten        Caritas betont Probleme mit P-Konten

P-Konten versagen: Warum Banken gesetzlichen Pfändungsschutz ignorieren

Pfändungsschutzkonten in Deutschland schützen essenzielle Gelder oft unzureichend

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung (AG SBV) hat im Rahmen ihrer Aktionswoche Schuldnerberatung vom 15. bis 19. Juni auf gravierende Mängel beim Pfändungsschutzkonto (P-Konto) hingewiesen. Eigentlich sollen diese Konten einen gesetzlich festgelegten monatlichen Freibetrag vor Zugriffen durch Gläubiger bewahren. Doch in der Praxis blockieren Banken nach einem Pfändungsbeschluss häufig zunächst das gesamte Girokonto – oft ohne die gesetzlichen Freibeträge rechtzeitig zu berücksichtigen. Betroffene haben dann keinen Zugang zu Geld für grundlegende Lebenshaltungskosten.

Die Caritas Kempen-Viersen, die Schuldnerberatungsstellen in Viersen, Dülken und Schwalmtal betreibt, berichtet von regelmäßigen Verzögerungen bei der Umstellung auf den Pfändungsschutz. Simone Stahn-Florian, Schuldnerberaterin bei der Caritas Viersen, fordert dringend politische Maßnahmen, um den Schutz vor Kontopfändungen zu stärken. Monatlich sind in Deutschland zwischen 300.000 und 350.000 Konten von Pfändungen betroffen.

Im Rahmen der Aktionswoche bietet Elisabeth Mankertz, ebenfalls Schuldnerberaterin bei der Caritas Viersen, am Donnerstag, den 18. Juni, von 11 bis 12 Uhr eine telefonische Sprechstunde an.

Das aktuelle System führt dazu, dass viele Betroffene nicht rechtzeitig auf ihre freigestellten Mittel zugreifen können. Berater:innen betonen, dass Banken die gesetzlichen Schutzmechanismen schneller umsetzen müssen. Ohne Reformen wird die finanzielle Not für von Pfändungen Betroffene weiter bestehen.

Quelle