12 April 2026, 02:25

NRW verzeichnet 2024 erneut mehr Hausmüll – doch der Trend bleibt unklar

Ein großer Haufen gemischten Mülls auf einem Förderband in einer Recyclinganlage, mit Maschinen und einem Metalldach im Hintergrund.

Fast eine halbe Tonne Müll pro Person und Jahr - NRW verzeichnet 2024 erneut mehr Hausmüll – doch der Trend bleibt unklar

Nordrhein-Westfalen produzierte 2024 8,2 Millionen Tonnen Hausmüll – ein Anstieg um 2,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Zunahme folgt auf einen vorübergehenden Rückgang nach dem pandemiebedingten Müllaufkommen der Jahre 2020 und 2021.

Während der Pandemie waren die Abfallmengen stark gestiegen, bedingt durch den Boom bei Online-Bestellungen und Essenslieferungen. Bis 2024 hatte sich dieser Höhepunkt zwar wieder abgeflacht, doch die Werte lagen weiterhin über denen der Jahre 2022 und 2023. Insgesamt blieb die Menge 2024 jedoch unter den Werten früherer Jahre wie 2014 oder 2019.

Pro Kopf fielen im Schnitt 454,2 Kilogramm Abfall an. Fast 40 Prozent davon entfielen auf Restmüll, der Rest setzte sich aus Bioabfällen, Papier, Pappe, Sperrmüll, Kunststoffen und Glas zusammen. Der Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft (BDE) sieht keinen klaren langfristigen Trend zu steigenden Müllmengen in der Region.

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Als möglicher Grund für den Anstieg 2024 gilt das anhaltende Wachstum des Online-Handels. Dennoch deutet die Gesamtentwicklung eher auf Schwankungen hin als auf einen kontinuierlichen Anstieg.

Die Abfallzahlen 2024 zeigen zwar einen leichten Anstieg, bleiben aber unter dem Niveau vor der Pandemie. Experten führen die Entwicklung auf veränderte Verbrauchergewohnheiten wie den Online-Handel zurück. Bisher lässt sich in Nordrhein-Westfalen jedoch kein durchgehender Trend zu mehr Müll erkennen.

Quelle